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Agrarchemie

Bayer plant enormen Stellenabbau

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Sabine Leopold, agrarheute
am
29.11.2018

Die Bayer AG plant, in den nächsten drei Jahren 12.000 Stellen abzubauen – einen Großteil davon wahrscheinlich in Deutschland. Betroffen ist vor allem die Pflanzenschutzmittelsparte.

Der Chemiekonzern Bayer AG plant nach eigenen Aussagen einen massiven Stellenabbau. Bis Ende 2021 sollen rund 12.000 Jobs im Unternehmen wegfallen – ein "signifikanter Teil" davon in Deutschland.

Betroffen seien vor allem die Pflanzenschutzsparte und übergreifende Konzernfunktionen, teilte das Unternehmen am heutigen Donnerstag in Leverkusen mit.

Gleichzeitig vereinbarte Bayer mit dem deutschen Betriebsrat ein Zukunftssicherungsprogramm, das betriebsbedingte Kündigungen im Personalverbund der Bayer AG in Deutschland bis Ende 2025 grundsätzlich ausschließt, meldet DPA.

Ebenso vermeldete Bayer den Wechsel der Geschäftsführung.

Konzern trennt sich auch vom Bereich Tiergesundheit

Der Personalabbau ist Bestandteil eines Effizienzsteigerungsprogramms, das nach Angaben der Unternehmensleitung die Wettbewerbsfähigkeit des Dax-Konzerns verbessern soll.

Ein weiterer Bestandteil dieses Programms ist die Trennung vom Bereich Tiergesundheit. Außerdem sollen die Marken "Coppertone" und "Dr. Scholl's" verkauft werden.

Weltweit sollen sollen rund zwölf Prozent der Stellen wegfallen

Die Bayer AG beschäftigt bislang weltweit über 118.000 Mitarbeiter, rund 31.600 davon in Deutschland.

Zuletzt brachen die Aktien des Konzerns nach dem verlorenen Glyphosat-Prozess in den USA, in dem einem an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Glyphosat-Anwender ein Schadenersatz in zweistelliger Millionenhöhe zugesprochen wurde, massiv ein. Der Prozess könnte allerdings neu aufgerollt werden.

Mit Material von dpa
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