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Hauptversammlung

Bayer verplant sich beim Monsanto-Kauf

Bayer und Monsanto
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Anke Fritz, agrarheute
am
25.05.2018

Auf der Hauptversammlung der Bayer AG zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann optimistisch, was den Abschluss der Monsanto-Übernahme angeht. Die Einsparungen fallen allerdings geringer aus als geplant.

Die Einsparungen durch die Monsanto-Übernahme werden für den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer geringer ausfallen als erwartet, berichtet die Deutsche Presseagentur.

Ab 2022 rechnet Bayer damit, dass die Übernahme jährlich 1,2 Milliarden Euro zum operativen Ergebnis beiträgt, wie Konzernchef Werner Baumann am Freitag auf der Hauptversammlung in Bonn sagte. Ursprünglich hatten die Leverkusener dafür 1,5 Milliarden Euro angepeilt.

Mehr Veräußerungen an BASF als erwartet

Grund seien die Auflagen der Kartellbehörden. Diese hatten Bayer angehalten, mehr Teile an den Konkurrenten BASF zu verkaufen als erwartet. Im Zusammenhang mit dem regulatorischen Genehmigungsprozess veräußerte Bayer Geschäfte mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro (2017) für einen Basiskaufpreis von insgesamt 7,6 Milliarden Euro an BASF.

„Diese Veräußerungen waren für die behördlichen Freigaben notwendig“, erläuterte Baumann. „Auf der anderen Seite übernehmen wir neue, sehr attraktive Geschäfte, mit denen wir zu einem führenden Unternehmen der Landwirtschaft aufsteigen.“

Monsanto-Übernahme kurz vor dem Abschluss

Die Übernahme von Monsanto macht indes Fortschritte. „Nach fast zwei Jahren intensiver Arbeit haben wir fast alle entscheidenden Freigaben erhalten. Wir gehen davon aus, die Transaktion in Kürze abschließen zu können“, sagte Vorstandschef Baumann.

Eigentlich war der Abschluss für Ende 2017 angepeilt, doch die Kartellbehörden ließen sich mit der Prüfung Zeit. Zwar liegt ein Großteil der benötigten Zustimmungen inzwischen vor. Noch immer aber fehlt das grüne Licht des US-Justizministeriums, das für die kommenden Tage erwartet wird.

Mit Material von dpa
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