Das Tochterunternehmen BayWa Agrarhandels GmbH soll ab 2021 in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen effizienter werden. Dazu plant der Konzern, in diesen Bundesländern 20 der 50 Erfassungs- und Lagerstandorte stillzulegen.
Struktur- und Klimawandel erfordern Anpassungen in Vertrieb und Logistik
Zur Begründung verwies die BayWa darauf, dass der Strukturwandel in den betroffenen Regionen zu stetig sinkenden Beständen in den Getreidelagern führt. Die Betriebe errichteten eigene Gebäude zur Lagerung und Logistik und stärkten damit den Handel unter den Landwirten. Darüber hinaus habe besonders im Nordosten die Trockenheit der vergangenen Jahre zu erheblichen Ernteeinbußen geführt.
Eine Sprecherin der BayWa betonte gegenüber agrarheute den regionalen Charakter der Anpassungen. So seien für den süddeutschen Raum „andere Maßnahmen“ als die Schließung von Lagerstandorten vorgesehen.
Wegfall von Angebot und Arbeitsplätzen
Zur Schließung der 20 Lagerstandorte erklärte die Sprecherin, dass es sich in sieben Fällen um „reine Mietlager“ handele, in denen keine Mitarbeiter direkt beschäftigt seien. Die 13 übrigen Standorte dienten dem Vertrieb von Getreide und Betriebsmitteln. Mit den Standortschließungen würden insgesamt etwa 90 von 390 Arbeitsplätzen wegfallen.
Komplett aufrechterhalten werde dagegen der technische Unternehmenszweig mit der Bereitstellung von Maschinen und den Dienstleistungen der Werkstätten. Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG, erklärte zum künftigen Angebot des Tochterunternehmens: „Wir sind überzeugt, dass wir auch in Zukunft der gewohnt leistungsfähige Partner für die Landwirte sein werden und unser Geschäft erfolgreich betreiben können. In Verbindung mit der Neu-Organisation in Nord- und Ostdeutschland werden wir darum auch dort in neue Vertriebs- und effiziente Logistikkonzepte investieren und unsere Betriebe zu modernen, leistungsfähigen Agrarstandorten ausbauen.“
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