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Digitalisierung

BayWa und RWZ investieren in digitale Handelspattform

Weizenkörner und mehrere Euroscheine als Symbol für Weizenpreise und Rohstoffhandel.
am Donnerstag, 24.09.2020 - 14:45 (Jetzt kommentieren)

Die digitalen Agrarhandels-Plattformen House of Crops und unamera fusionieren. Illustre Investoren sind dabei.

Die beiden Start-ups im digitalen Agrarhandel House of Crops GmbH und unamera GmbH haben sich zu einem Unternehmen zusammengeschlossen. Ziel der Fusion ist, gemeinsam eine Plattform für den digitalen Handel mit Getreide und anderen Agrarerzeugnissen aufzubauen.

Hinter den fusionierten Start-ups stehen etablierte Agrarhändler: die BayWa AG, ATR Landhandel und die Getreide AG. Mit der Zusammenlegung ist zudem die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) als weiterer Gesellschafter hinzugestoßen.

RWZ hält an Raiffeisen Networld fest

House of Crops übernimmt die Geschäftsleitung des neuen Unternehmens. Deutschland stehe im Fokus internationaler Unternehmen, die das dort herrschende Vakuum im digitalen Agrarhandel nutzen wollen, sagt Max von Wedel, einer der drei Geschäftsführer von House of Crops. „Ihnen sollten wir nicht einfach das Feld überlassen, sondern stattdessen eine eigene starke Lösung Made in Germany etablieren. Das geht aber nur gemeinsam“, so von Wedel.

Die RWZ Köln betrachtet ihr Engagement bei dem Berliner Start-up als stille Beteiligung. Wie RWZ-Pressesprecher Dr. Friedrich-Karl Velder gegenüber agrarheute erläuterte, hat die Minderheitsbeteiligung keine Auswirkungen auf das von der RWZ vorangetriebene Projekt der genossenschaftlichen Agrarhandelsplattform „Raiffeisen Networld“.

Handelsplattform kann noch kostenlos genutzt werden

Bei House of Crops können Landwirte ihre Angebote und Nachfragen einstellen. Der Plattformbetreiber sucht dann geeignete Partner und schlägt diese vor. Kommen die Interessenten überein, können sie das Geschäft zu zuvor definierten Bedingungen abschließen.

Gehandelt werden derzeit Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Mais. Dinkel und Raps sind in Vorbereitung, ebenso wie eine Bioschiene. Bei erfolgreichem Vertragsabschluss beträgt die Gebühr für die Vermittlung 20 Cent pro Tonne gehandelter Ware. Noch bis einschließlich November wird die Provision zu Werbezwecken erlassen.

Aktiv ist die Plattform seit Oktober 2019. Nach Angaben von Entwicklungschef Maximilian Commandeur bewegt sich die Zahl der Nutzer derzeit im mittleren dreistelligen Bereich. Angaben zur Menge der gehandelten Ware veröffentlicht das Start-up nicht.

Aktuelle Erzeuger- und Terminmarktpreise für die wichtigsten Marktfrüchte finden Sie hier (nur für Abonnenten von agrarheute).

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