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Molkereibranche

Darum bekommen Omirabauern 11 Mio. Euro zurück

am Dienstag, 15.10.2019 - 15:20 (Jetzt kommentieren)

Nach dem Kassensturz bei der Omira Oberland Milchverwertung GmbH bekommen die Mitglieder 60 Prozent ihrer Anteile zurück.

Omira-Werk-Ravensburg

Die rund 2.000 Mitglieder der Omira Oberland Milchverwertung GmbH (OOMV) können sich über einen Geldregen freuen. Bis Ende Oktober bekommen sie 11 Mio. Euro oder knapp 60 Prozent ihrer Gesellschaftsanteile zurück. Das hat vergangene Woche die außerordentliche Gesellschafterversammlung beschlossen.

Beim durchgeführten Kassensturz wurde festgestellt, dass rund 97 Prozent der Gesellschaftsanteile durch liquide Mittel gedeckt sind. Insgesamt belaufen sie sich auf 18,5 Mio. Euro.

„7,5 Mio. Euro behalten wir in der Omira Oberland Milchverwertung GmbH als Stammkapital, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und Rücklagen für eventuelle Risiken zu haben“, erläutert Erich Härle, Geschäftsführer der OOMV.   

Lactalis muss erhebliche Abstriche machen

Mitte Juni dieses Jahres hatte die OOMV und Lactalis ihren Rechtsstreit außergerichtlich beigelegt. Damit wurden 10 Mio. Euro auf dem Sperrkonto frei. Das Geld stammte aus dem Verkauf des Omira-Standortes Ravensburg. Davon erhielt Lactalis 400.000 Euro.

Der französische Milchkonzern wollte von den Landwirten ursprünglich 23,5 Mio. Euro. Bei den sonstigen Kosten für Anwälte etc. übernahm die Molkerei 98 Prozent, die OOMV 2 Prozent.

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