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Ökolandbau

Bioprodukte: Steigende Zahl von Betrugsfällen

Bioprodukte
Ursula Schlaghecken, agrarheute ,
am
16.02.2018

Die Zahl der Betrugsfälle bei der Produktion von Biolebensmitteln steigt. Die geringe Aufklärungsquote hängt mit der unterschiedlichen Gesetzgebung der Bundesländer und in Europa zusammen. Das war Thema auf der Biofach in Nürnberg.

Der Schutz vor Betrugsfällen im Ökolandbau stellt eine große Aufgabe für die Kontrollbehörden dar und erschwert seit geraumer Zeit erheblich das Geschäft. Vor allem die Zahl der Betrugsfälle aus dem EU-Ausland sowie aus Drittländern hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Schwierig gestalte sich bei der Verfolgung von Verstößen vor allem die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden, sagte der Geschäftsführer der Kontrollstelle Gesellschaft für Ressourcenschutz (GfrS), Jochen Neuendorf. Er schätzt aber das Kontrollsystem als effektiv ein.
 

Steigende Zahl der Lebensmittel-Kontrollen

Die Zahl der Kontrollen sei in den vergangenen eineinhalb Jahren stark gestiegen, hält der Handel dagegen. Mittlerweile würden manche Produkte auf ihrem Weg zum Verbraucher bis zu fünf Mal kontrolliert. Abhilfe könne eine Harmonisierung innerhalb der EU und eine bessere Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit sein, wie weit die Kontrolle im Ökolandbau gehen könne.

 

Rückstandsfreiheit ist unrealistisch

Der Vertreter der Händler Roland van Marlen hält eine hundertprozentige Rückstandsfreiheit für nicht realistisch. Die Laboratorien stellen durch verbesserte Untersuchungsmethoden immer kleinere Mengen an Rückständen fest.

Mit Material von AgE

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