Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Claas fährt reiche Ernte ein: Gewinn verdoppelt, Umsatz auf Rekordhöhe

Mähdrescher Claas
am Mittwoch, 15.12.2021 - 14:07 (1 Kommentar)

Landtechnik boomt weltweit. Der Erntespezialist Claas schreibt darum im Geschäftsjahr 2021 Rekordzahlen.

So konnte das Familienunternehmen aus Harsewinkel sein Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2021 mehr als verdoppeln auf 357,1 Mio. Euro. Der Umsatz erreichte mit einem Zuwachs von 19 Prozent den neuen Höchstwert von fast 4,8 Mrd. Euro.

Claas konnte trotz Lieferengpässen und Pandemie auf Wachstumskurs gehen. Dabei gelang uns in allen Weltregionen ein zweistelliger Umsatzanstieg und eine deutliche Verbesserung der Ertragskraft“, sagte Thomas Böck, der Vorsitzende der Konzernleitung.

Das Geschäft mit Mähdreschern und Traktoren lief nicht nur auf den Wachstumsmärkten in Nordamerika und Osteuropa gut, sondern auch die wichtigen westeuropäischen Kernmärkte Deutschland und Frankreich legten zu. Selbst in Großbritannien konnte Claas trotz der Unsicherheiten durch den Brexit einen deutlichen Zuwachs verbuchen.

Werk in Harsewinkel modernisiert, Standort Krasnodar erweitert

Auf Basis der guten Geschäftslage erhöhte Claas den Forschungsaufwand gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 Prozent, die Sachinvestitionen um 5 Prozent und das Eigenkapital sogar um 17,3 Prozent. Die Eigenkapitalquote kletterte damit wieder über die Schwelle von 40 Prozent.

Der Umbau der Claas-Traktorenfabrik in Le Mans wurde im Mai abgeschlossen. Fast nahtlos schloss sich daran die zweite Modernisierungsphase der Mähdrescherfertigung am Stammsitz in Harsewinkel an, die inzwischen abgeschlossen ist. Deutlich erweitert hat Claas die Produktionskapazitäten im russischen Krasnodar, wo jetzt viermal so viele Mähdrescher wie noch vor fünf Jahren produziert werden können.

Versorgungslage erhöht das Risiko 2022

Der Ausblick für 2022 ist dennoch eher zurückhaltend. Zwar rechnet das Unternehmen mit einer stabilen Nachfrage nach Landtechnik. Die Konzernleitung sieht in der Versorgungssituation und der Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten aber ein im Vergleich zu den Vorjahren höheres Risiko. Daher wird das Ergebnis trotz voraussichtlich weiter steigendem Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau erwartet.

Kommentar

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...