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Schlachtbranche

Danish Crown stößt Tulip in Großbritannien ab

am
29.08.2019
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Danisch Crown zieht die Reißleine beim britischen Verlustbringer Tulip. Das Tochterunternehmen geht an den US-Geflügelspezialisten Pilgrim's.

Pilgrims Chicken

Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown (DC) trennt sich von seiner defizitären britischen Tochter Tulip Limited. Das auf Speck und Schinken spezialisierte Unternehmen geht laut Konzernangaben für umgerechnet 2,16 Mrd. Euro an die US-amerikanische Pilgrim's Pride Corporation.

Vom Verkauf betroffen sind zwölf Verarbeitungsstandorte in Großbritannien mit zusammen rund 6.000 Mitarbeitern. Da der Verkaufspreis unter dem Buchwert für Tulip liegt, bedeutet die Veräußerung für Danish Crown unter dem Strich ein Verlustgeschäft von etwa 67 Mio. Euro.

Der dänische Schlachtkonzern schaffte es nicht, Tulip in die Gewinnzone zu bringen, trotz eines rigorosen Sparprogramms. Das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2017/18 wies einen Verlust von umgerechnet 35 Mio. Euro aus. DC gelang es nicht, alle Teile der geschlachteten Schweine zu vermarkten. Mit dem eingeleiteten Sparplan wollte der Konzern im Geschäftsjahr 2018/19 die Kosten um fast 27 Mio. Euro drücken.

Fleischverkäufe nach Großbritannien sind nicht betroffen

Laut DC-Geschäftsführer Jais Valeur ist die Trennung von Tulip für Danish Crown die richtige Entscheidung, zumal der Konzern weiterhin Rohstoffe nach Großbritannien liefern werde, dabei aber seine Aktivitäten im Vereinigten Königreich entschlacken könne. Für Tulip könne die Übernahme durch die bereits bei Geflügelprodukten in Großbritannien starke Pilgrim´s Pride Corporation den nötigen Entwicklungsschub geben, so Valeur.

Laut Danish Crown bleiben die Verkäufe von dänischem Fleisch nach Großbritannien von dem Tulip-Deal unberührt, da die Exportaktivitäten seit jeher über die Tochterfirma Danish Crown UK liefen. Deren jährliche Ausfuhren in das Vereinigte Königreich umfassen nach Angaben des Unternehmens einen Warenwert von bis zu 540 Mio Euro. 

Mit Material von AgE

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