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Molkerei

DMK hält Umsatz und Ergebnis fast stabil

am
04.04.2019

DMK-Chef Ingo Müller zeigt sich mit den Bilanzkennzahlen 2018 zufrieden. Aber das Ziel ´Marge vor Menge´ ist noch nicht erreicht.

Milchlieferung

Die DMK Group, größte deutsche Molkereigenossenschaft, verzeichnete im vergangenen Jahr nahezu stabile Bilanzkennzahlen. So blieb 2018 nach vorläufigen Zahlen der Umsatz mit 5,6 Mrd. Euro rund 200 Mio. Euro unter Vorjahresniveau. Das Ergebnis verbesserte sich nach Unternehmensangaben leicht um 1 Mio. Euro auf 30,6 Mio. Euro.

„Wir haben in nur zwei Jahren ein weit verzweigtes, komplexes Unternehmen komplett neu strukturiert. Jetzt beginnen wir darauf aufbauend die Marktbearbeitung entsprechend neu auszurichten - Kurs Marge vor Menge. Das ist für ein Unternehmen unserer Größenordnung ein zeitlich extrem ambitionierter Plan, bei dem wir in der Umsetzung voll im Soll liegen“, zieht Ingo Müller, CEO der DMK Group, sein Fazit.

Detaillierte Ergebnisse und einen weiteren Ausblick auf den Unternehmensumbau will das Unternehmen im Zusammenhang mit der Mitte Juni stattfindenden Vertreterversammlung bekannt geben.

DMK will 2019 mit Eis Geld verdienen

DMK-Chef Ingo Müller

Laut Müller hätten Handelsmarke und Marke als zwei stark aufgestellte Buiness Units im letzten Jahr den Fokus auf Mehrwert gelegt und hier entsprechend erfolgreich zum Ergebnis beigetragen. Das 2017 defizitäre Geschäftsfeld Eis ist wieder auf Kurs und dürfte laut DMK 2019 zurück in den schwarzen Zahlen sein.

Das Geschäftsfeld Babynahrung hat Anfang des Jahres nach drei Jahren Bauzeit erfolgreich den neuen Standort in Strückhausen (Niedersachsen) anlaufen lassen und Ende März die Marke Alete übernommen. Bis zum Ende des Jahres sollen im Bereich Babynahrung alle Anschubmaßnahmen abgeschlossen sein.

Das B2B-Geschäftsfeld Industrie stand 2018 vor der großen Herausforderung instabiler Märkte für Molke und Pulver. Der Geschäftsbereich International arbeite an der stärkeren Fokussierung auf wesentliche Regionen, das solle auch 2019 eine Hauptaufgabe sein.

Mehr Emotionen für die Marken

„Wir müssen weiter stärker vom Kunden her denken", bezeichnet Müller die weiteren Aufgaben. Reine Anbieter von Produkten seien austauschbar. Auf der Nachfrageseite spiele die Musik, dort könne sich die DMK vom Wettbewerb unterscheiden. "Und dort haben wir die Chancen, mehr Wertschöpfung zu holen," ist sich der DMK-Chef sicher. 

Die DMK plant, ihre Marken weiter zu emotionalisieren und die Nüchternheit der Vergangenheit abzulegen.

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