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DMK kontrolliert Milchhändler Fude + Serrahn nicht länger

Milchtankwagen der DMK Group
am Donnerstag, 07.10.2021 - 13:53 (Jetzt kommentieren)

Die DMK Group gibt ihre Mehrheitsbeteiligung an Deutschlands größtem Milchhändler auf.

Die DMK Group wird ihre Mehrheitsbeteiligungen an Fude + Serrahn Milchprodukte abgeben. Das gab die Bremer Genossenschaftsmolkerei jetzt bekannt.

Das DMK reduziert seine Beteiligungen von bisher 51 Prozent an der Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG und der Fude + Serrahn Milchprodukte Verwaltung-GmbH auf 10 Prozent. Die freiwerdenden Anteile übernimmt die Fude + Serrahn Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und stockt damit ihre Beteiligungen auf rund 90 Prozent auf. Ein entsprechender Vertrag wurde am 30. September 2021 von beiden Parteien unterzeichnet.

Fude + Serrahn sieht große Chance

Die Transaktion soll im ersten Quartal 2022 vollzogen werden. Über den Kaufpreis der Anteile wurde Stillschweigen vereinbart.

Fude + Serrahn mit Sitz in Hamburg agiert seit 2001 an mehreren Standorten als Produktions- und Handelsunternehmen für Milchprodukte. Für 2019 hat das Handelshaus einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro und einen Gewinn von 7,9 Mio. Euro veröffentlicht.

Andreas Serrahn, Geschäftsführer der Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG, kündigte an, das Unternehmen werde seine bisherigen Pläne und Strategien weiter vorantreiben. Die Veränderung sei eine große Chance für Fude + Serrahn.

DMK will sich auf Kerngeschäft konzentrieren

DMK CEO Ingo Müller

DMK-Vorstandschef Ingo Müller erklärte, die Beteiligung an Fude + Serrahn habe in der Vergangenheit gute Ergebnisbeiträge geliefert. Als Molkereigenossenschaft konzentriere sich das DMK künftig aber vor allem auf das Kerngeschäft.

Entsprechend hat das Unternehmen bereits einige Veränderungen vorgenommen: Das Geschäftsfeld Babynahrung beispielsweise wurde mit  dem Neubau des Babynahrungswerks in Strückhausen und durch die Marke Alete ergänzt. Im Bereich Molkenveredelung ist die DMK Group mit dem Erwerb der DVN laut eigenen Angaben zu einem der weltweit größten Anbieter für Molkenderivate geworden. Zugleich wurden die Standorte im Eisgeschäft angepasst und das Geschäft mit Traubenzucker verkauft.

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