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Düngemittelproduktion

Dürre: K+S muss Kalidüngerproduktion einschränken

Kaliabbau in Deutschland
am Montag, 27.08.2018 - 10:53 (Jetzt kommentieren)

Der K+S-Konzern muss die Produktion von Kalidünger an einzelnen Standorten unterbrechen. Der Grund ist die anhaltende, extreme Trockenheit.

Aufgrund der außergewöhnlich geringen Wasserführung des Flusses Werra steht dem Verbundwerk Werra dieser Hauptentsorgungsweg nicht mehr in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Der Standort Wintershall wurde daher heute Vormittag (27.8.) heruntergefahren und kann bis auf weiteres nicht mehr produzieren. Am Standort Hattorf ist die Produktion zunächst noch gesichert. Hält die niedrige Wasserführung an, muss auch dieser Betriebsteil heruntergefahren werden. Der Standort Unterbreizbach kann hingegen nach heutiger Prognose weiter produzieren.

Täglich Verluste in Millionenhöhe

Der Stillstand eines Standortes kostet den Konzern nach eigenen Angaben täglich bis zu 1,5 Mio Euro an Ergebnis.

Daher unternimmt K+S alle Anstrengungen, um die Produktion am Werk Werra so schnell wie möglich wieder zu steigern. Zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung werden derzeit geprüft.

Das Verbundwerk Werra der K+S KALI GmbH mit seinen Standorten Hattorf und Wintershall in Hessen sowie Unterbreizbach und Merkers in Thüringen ist der größte Standort der K+S KALI GmbH. Im Kaliwerk Werra werden neben Düngemitteln auch Vorprodukte für vielfältige technische und industrielle Anwendungen sowie für die Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie hergestellt.

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