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Ernteversicherung

Ernteversicherung: Vereinigte Hagel greift auf Rücklagen zu

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Josef Koch, agrarheute
am
22.05.2018

180 Mio. Euro musste die Vereinigte Hagel 2017 an versicherte Landwirte auszahlen. Das ist Rekord. Dafür nutzte der Ernteversicherer seine Rücklagen. In diesem Jahr dürften die Landwirte mehr Flächen gegen Mehrgefahren versichern.

Die bislang höchste Entschädigungsleistung in ihrer Geschichte hat die Vereinigte Hagelversicherung im  Jahr 2017 ausgezahlt: 180 Millionen Euro erhielten die versicherten Mitglieder, um Ernteschäden, die durch Unwetter passiert sind, auszugleichen.

Die Sachverständigen der Vereinigten Hagel begutachteten allein im Inland über 100.000 geschädigte Schläge. Dank der flächendeckend eingesetzten Mobilen Digitalen Schadenregulierung konnte die Regulierung zügig durchgeführt werden, so das Unternehmen.

In den vorangegangenen Jahren konnte die Vereinigte Hagel dank moderater Schäden Mittel in die Schwankungsrückstellung einbringen. Diese kommen nun der Solidargemeinschaft zugute.

Vorstandsvorsitzender Dr. Rainer Langner erläuterte in seinem Bericht, dass zur Auszahlung der Entschädigungsleistungen auch eine Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 8,4 Millionen Euro erfolge. Auch mögliche weitere schwere Schadenjahre könne die Vereinigte Hagel aufgrund der gebildeten Rückstellungen gut abfedern.

Rund 168 Mio. Euro Prämieneinnahmen

Bei allen relevanten Kennziffern berichtete Langner von Wachstum: So sind beim Marktführer rund 5,3 Millionen Hektar mit einer Versicherungssumme von 9,4 Milliarden Euro in Deckung gegeben. Der Versicherungsbeitrag aus dem direkten und indirekten Geschäft betrug im vergangenen Jahr 168,3 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach einer Deckung über Hagel hinaus hat seit der Reform der Versicherungssteuer im Jahr 2013 kontinuierlich zugenommen. „Für 2018 erwarten wir eine Fläche von rund 1 Million Hektar, für die eine Mehrgefahrenversicherung abgeschlossen wird“, sagte Langner.

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