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Milchindustrie

Fonterra baut Europageschäft aus

Molkerei
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
08.11.2017

Die neuseeländische Genossenschaft Fonterra beteiligt sich an Litauens größter Molkerei Rokiskio Suris. Die Kiwis rücken damit näher an den EU-Markt.

Fonterra hat eine Beteiligung von 10 Prozent an Rokiskio Suris erworben. Der Kaufpreis für die Anteile beträgt 6,9 Mio. Euro. Das Investment ist für eine der weltweit größten Molkereien also gering.

Die Bedeutung des Schrittes liegt aber in der Strategie: Die Neuseeländer bauen ihre weltweite Rohstoffversorgung durch Partnerschaften in Europa, Lateinamerika, China und Australien gezielt aus.

Mehrjährige Zusammenarbeit

Rokiskio Suris und Fonterra arbeiten bereits seit fünf Jahren zusammen. Dabei lieferte der litauische Milchverarbeiter vor allem hochwertige Molkeerzeugnisse. Das Unternehmen verfügt in Litauen über drei Werke. Dort werden jährlich unter anderem 30.000 t Käse, Molkeeiweiß und Milchpulver hergestellt.

In Mittel- und Osteuropa ist Rokiskio Suris eine der größten und bekanntesten Käsereien. Exporte gehen sowohl nach Ost- als auch nach Westeuropa. Milchfrischprodukte werden in erster Linie auf dem Baltikum vertrieben.

Fonterra-Aufsichtsrat John Wilson erklärte, die Beteiligung werde es der Genossenschaft ermöglichen, die Verwertung von Milch und Milcherzeugnissen aus Neuseeland weiter zu optimieren. Das Wachstum und die Gewinne von Fonterra und seiner Mitglieder würden durch solche strategische Partnerschaften in der Nähe zu den großen Verbrauchermärkten gestärkt.

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