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Milchindustrie

FrieslandCampina meldet Gewinneinbruch im ersten Halbjahr

Herstellung von Bestandteilen für Babynahrung
am Donnerstag, 30.08.2018 - 10:56 (Jetzt kommentieren)

Die Molkereigenossenschaft FrieslandCampina hat im ersten Halbjahr 2018 einen Gewinneinbruch erlitten. Basisprodukte wie Käse, Butter und Milchpulver brachten Verluste ein.

Wie die Molkerei heute bekannt gab, stürzte das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35,6 % auf 177 Mio Euro ab.

FrieslandCampina führt das überwiegend auf Verluste beim Verkauf von Basisprodukten wie Käse, Butter und Milchpulver zurück. Vorräte dieser Erzeugnisse, die zu einem höheren Rohstoffpreis erzeugt worden waren, mussten mit Verlusten verkauft werden.

Zwei Werke in Frankreich schließen

Vorstandschef Hein Schumacher erläuterte: "Der starke Preiswettbewerb bei Kindernahrung in Asien stellt uns vor die Herausforderung, um unsere Marktposition zu kämpfen. Das erfordert zusätzliche Investitionen und eine tatkräftige Organisation. Unter anderem aus diesem Grunde wurde zum 1. Januar 2018 die Organisationsstruktur geändert und derzeit läuft ein intensives Transformationsprogramm. Dies ermöglicht uns schnelleres Operieren auf dem Markt sowie eine strukturelle Kostensenkung.“

Nicht rentable Aktivitäten werden im Rahmen des Transformationsprogramms überprüft. So wurde die Schließung von zwei Produktionsstandorten in Frankreich angekündigt. Die Kosten dieser Schließungen wurden in der ersten Jahreshälfte erfasst. Zusammen mit weiteren Umstrukturierungen wurden 30 Mio Euro an Transformations- und Umstrukturierungskosten verbucht.

Druck auf die Milchpreise erwartet

Der Umsatz von FrieslandCampina sank im ersten Halbjahr um 5,8 % auf 5,72 Mrd Euro. Rund 5 Prozentpunkte des Rückgangs entfielen auf Wechselkurswirkungen und den Verkauf von Riedel.

Die Milchanlieferung blieb mit 5,36 Mrd kg um 1,5 % unter der Vorjahreslinie. Der Garantiepreis fiel im Berichtszeitraum mit 35,25 Euro je 100 kg Milch um 1,1 % niedriger aus als im ersten Halbjahr 2017. Das Unternehmen geht von einer weltweit steigenden Milchproduktion im zweiten Halbjahr aus. Die Milchpreise könnten unter Druck geraten.

Am 1. September wird die Genossenschaft eine vorläufige Ausschüttung an ihre Mitglieder in Höhe von 0,41 Euro pro 100 kg Milch auszahlen; das sind 0,76 Euro weniger als im ersten Halbjahr 2017.

 

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