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Fleischbranche

Gegen den Trend: Vion weitet Fleischproduktion im Osten aus

In Thüringen und Brandenburg will Vion die Lieferketten schließen. Das soll auch den Schweine- und Rinderhaltern der Region mehr Sicherheit bieten.
am Mittwoch, 17.08.2022 - 12:32 (Jetzt kommentieren)

Der niederländische Fleischwarenproduzent Vion wird seine Standorte in Altenburg (Thüringen) und Perleberg (Brandenburg) ausweiten. Es sollen geschlossene regionale Lieferketten entstehen.

Um Verbrauchern und dem Lebensmitteleinzelhandel mehr Regionalität bei Fleischprodukten liefern zu können, habe die Vion Food Group nach eigenen Angaben bisher 50 Mio. Euro investiert. Die seit 2020 laufende Erweiterung der Kapazität in Altenburg könne von nun an verstärkt für Herstellung von regionalen Rind- und Schweinefleischartikeln genutzt werden.

Vion weist auf die Einbindung der Tierhalter in der Region, kürzere Transportzeiten, verbesserten Tierschutz und einen geringeren CO2-Fußabdruck hin.

Vion erweitert Standort in Altenburg um Zerlegung, Verarbeitung und Verpackung

Durch einen mehrstufigen Investitionsplan mit dem internen Titel „BBC East“ solle die Lieferkette geschlossen werden. Dazu gehöre die Erweiterung des Standorts Altenburg um die Bereiche Zerlegung, Verarbeitung und Verpackung.

In Perleberg sollen am Schweineschlachtbetrieb hochmoderne Kühlanlagen dazukommen. Außerdem würden die Standorte in Altenburg und im unterfränkischen Großostheim um neun vollautomatische Case-Ready-Linien ergänzt. Die neuen Produktionsstraßen sollen vor allem für die Herstellung vorverpackter Frischeprodukte aus Rind- und Schweinefleisch eingesetzt werden. Sie verfügen über Roboterverpackung, Hochgeschwindigkeitsportionierung, präzises Würfeln und Dosieren sowie eine hochleistungsfähige Hackfleischproduktion.

Vier der Case-Ready-Linien sollen in Großostheim in Betrieb genommen werden, um auch dort künftig die Produktion zu erhöhen.

Fleisch geht auch in Bioqualität vom Band

Vion-Beef-Chef David De Camp erklärt, dass das Unternehmen der wichtigste regionale Schweine- und Rindfleischlieferant Ostdeutschlands sei. „Auf dieser Basis und den fortan getätigten Investitionen können wir heute – auch in schwierigen Zeiten, wie wir sie jetzt gerade erleben – gleichwohl ein klares Bekenntnis zur Region, zur Standortsicherheit unserer Betriebe in Thüringen und Brandenburg sowie für die Rinder- und Schweinehalter im Einzugsgebiet unserer Standorte Altenburg und Perleberg abgeben“, so De Camp.

Das Fleisch decke auch in Bioqualität den zunehmenden Bedarf des Einzelhandels für regionale Programme.

Aber auch Backofenprodukte, küchenfertige Produkte und Grillfleisch gehörten zur Nachfrage der Verbraucher, die die Gerichte in kurzer Zeit zubereiten wollen. Die entsprechenden Premium- und Basisangebote sollen im Werk in Altenburg ab August hergestellt werden.

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