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Fleischindustrie

Generalbundesanwalt untersucht Brandanschlag vor Tönnies-Haus

Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe
am Montag, 31.08.2020 - 11:28 (Jetzt kommentieren)

Nach dem Auffinden eines Brandsatzes am Wohnsitz der Familie Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat der Generalbundesanwalt jetzt die Ermittlungen übernommen.

Am Donnerstag wurden auf der Zufahrt zu Tönnies‘ Anwesen ein Behälter mit Chemikalien sowie Fackeln und Feuerzeuge gefunden. Nach Angaben des Westfalen-Blattes könnten sich die Chemikalien als Brandbeschleuniger geeignet haben, wie die Kripo Bielefeld einschätzte.  

Generalbundesanwalt übernimmt weitere Ermittlungen

Markus Schmitt, Pressesprecher der Bundesanwaltschaft, informierte über die Weiterführung der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt in Karlsruhe. Laut Westfalen-Blatt sei auch der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz einbezogen.

Die Ermittlungen befassten sich unter anderem mit dem Selbstbezichtigungsschreiben, das am Freitag im Tönnies-Konzern eingetroffen war. Sowohl für die versuchte Brandstiftung als auch für den Brief sollen die Organisationen „Revolutionäre Aktionszellen“ (RAZ) und „Westfälische Animal Liberation Front“ verantwortlich gewesen sein.  

Einzelheiten zum geplanten Brandanschlag noch unklar

Der Brandsatz habe sich in etwa 200 Meter Entfernung zum Haus befunden, teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit. Unklar sei, weshalb der Brand nicht ausgelöst wurde. Die Polizei untersuche die Materialien auf DNA-Spuren, heißt es im Westfalen-Blatt.

Der Brief, der vor der geplanten Brandstiftung an das Tönnies-Unternehmen geschickt werden musste, soll die Überschrift „Hurra, hurra, beim Clemens in der Villa in Rheda-Wiedenbrück hat es gebrannt.“ getragen haben.

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