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Das Geschäft mit der A2-Milch brummt

Jersey-Kuh
am Mittwoch, 21.08.2019 - 10:26 (Jetzt kommentieren)

Das Geschäft mit der angeblich besonders bekömmlichen A2-Milch läuft für die neuseeländische a2 Milk Company (a2MC).

Für das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr legte der börsennotierte Konzern Rekordzahlen bei Umsatz und Gewinn vor. So stiegen die Erlöse aus dem Verkauf der Spezialmilchprodukte um 41,4 Prozent auf 1,30 Mrd NZ-Dollar oder umgerechnet 754 Mio Euro. Der Nettogewinn nach Steuern kletterte um 47 Prozent auf 287,7 Mio NZ-Dollar (166,4 Mio Euro).

Die Börse hatte allerdings noch bessere Zahlen erwartet, sodass der Kurs kurz nach Bekanntgabe der Jahresbilanz vorübergehend um bis zu 15 Prozent einbrach.

A2-Milch soll ein bekömmlicheres Eiweiß beinhalten

a2-Milch in der Trinkmilchpackung

Das Geschäftsmodell von a2MC besteht im lizenzierten Vertrieb vor allem von Säuglingsnahrung und Trinkmilch in China, Australien und den USA, die ausschließlich aus A2-Milch hergestellt wurden. Diese Milch hat eine veränderte Eiweißzusammensetzung und soll besser verträglich sein.

Erst im Juli wurde dazu eine neue wissenschaftliche Studie im US-Journal für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung veröffentlicht, die diese These bestätigt.

Starkes Wachstum in Australien und China

a2MC-Geschäftsführerin Jayne Hrdlicka zeigte sich sehr zufrieden mit der Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres. Vor allem in China und Australien konnte das Unternehmen mit seinen A2-Milchprodukten Marktanteile gewinnen.

In Australien erzielt der Konzern fast zwei Drittel seines Umsatzes. Nach eigenen Angaben ist "a2 Milk" dort die am schnellsten wachsende Frischmilchmarke. Weitere gut 30 Prozent des Umsatzes entfallen auf den chinesischen Markt.

a2MC zieht sich aus Großbritannien zurück

In Großbritannien wird sich a2MC hingegen im ersten Halbjahr 2020 zurückziehen. Dort waren die Neuseeländer 2012 mit Flüssigmilcherzeugnissen gestartet. Das Wachstum war zwar profitabel, wird von a2MC aber als zu gering angesehen im Vergleich zum Potenzial in China und den USA.

In den USA erwirtschaftet der Konzern bisher allerdings keinen Gewinn. Die Kosten für die Markteinführung und das Marketing übersteigen noch die erzielten relativ niedrigen Umsätze.

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