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Molkereibranche

Hochwald baut in Nordrhein-Westfalen das neue Werk

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Josef Koch, agrarheute
am
04.06.2018

Schon seit längerem sammelt die Hochwald eG von ihren Mitgliedern Geld für ein neues Werk. Nun steht der Standort fest.

Hochwald-Plan-Mechernich

Die genossenschaftliche Hochwald-Gruppe mit Hauptsitz im rheinland-pfälzischen Thalfang plant einen neuen Produktionsstandort für haltbare Milchprodukte in Mechernich in Obergartzem, Nordrhein-Westfalen.

Eine umfassende Analyse des Produktionsnetzwerkes, des Milcherfassungsgebietes und der Absatzkanäle habe ergeben, dass dies der optimale Standort des neuen Werkes sei, teilte das Unternehmen mit. In dem neuen Werk will Hochwald jährlich rund 800 Millionen Liter Milch verarbeiten.

Die Verhandlungen zwischen Unternehmen und Stadt haben über Fronleichnam zu einem erfolgreichen Abschluss geführt, so der Erste Beigeordnete Thomas Hambach. Die weiteren Optionen, die Hochwald geprüft habe, seien damit vom Tisch. In der kommenden Woche soll das Projekt ausweislich der Sitzungsunterlagen im Strukturförderungsausschuss des Rates der Stadt Mechernich vorgestellt werden.

Über zwei Jahre Bauzeit geplant

Sollte der Rat sein Plazet geben, wovon auszugehen ist, könnten bereits Ende kommender Woche die Grundstückskaufverträge unterzeichnet werden. Die Rohmilch, die im neuen Werk verarbeitet wird, stammt von den genossenschaftlichen Eigentümern. Etwa 1.250 Landwirte der insgesamt 3.000 Mitgliedslieferanten liegen im Einzugsgebiet des neuen Werkes.

Detlef Latka, Chief Executive Officer der Hochwald Foods GmbH: „Der Standort bietet für unser Vorhaben gute Bedingungen. Wir wollen auf der grünen Wiese einen modernen und hocheffizienten Standort bauen.“

Der Neubau einer Molkerei folgt einem langfristig angelegten Ziel. Mit der Strategie Hochwald 2020 will das Unternehmen seine Entwicklung zu einem internationalen, vermarktungsorientierten Milchspezialisten fortsetzen.

Dass Hochwald solche Projekte stemmen kann, hat das Unternehmen im hessischen Hünfeld bewiesen. Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde dort 2016 ein neues Werk zur Herstellung von Vorprodukten für die Baby- und Kindernahrungsindustrie eröffnet. „Wir planen, das Werk in Obergartzem rund zweieinhalb Jahre nach Baubeginn in Betrieb nehmen zu können,“ erklärt Thorsten Oberschmidt, Chief Operating Officer bei Hochwald.

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