Login
Milchviehhaltung

Käserei Hochland verbietet Glyphosat und bestimmte Gärsubstrate

Glyphosateinsatz auf einer Weide
Thumbnail
Norbert Lehmann, agrarheute
am
12.07.2018

Milcherzeuger der Käserei Hochland dürfen ab 2019 kein Glyphosat oder andere Totalherbizide mehr einsetzen. Auch für Gärsubstrate gibt es Auflagen.

Der Käsehersteller Hochland und die Gremien seiner Milcherzeuger haben sich darauf verständigt, ab Januar 2019 auf den Einsatz von Totalherbiziden auf Acker- und Grünlandflächen komplett zu verzichten. Das gilt auch für Glyphosat.

Außerdem dürfen auf diesen Flächen auch keine Reststoffe aus Biogasanlagen ausgebracht werden, wenn in den Anlagen Lebensmittelabfälle verarbeitet werden. Diese Auflage soll verhindern, dass kleinste Plastikpartikel auf die Felder und damit in den Futtermittelkreislauf gelangen.

Gremien der Milcherzeuger stimmen zu

Die Verbote werden in die Milchlieferordnung aufgenommen. Dem haben Hochland und die Gremien des Ersten Bayerischen Butterwerks sowie der Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Pfaffenwinkel im Einvernehmen mit der Bayern Milcherzeugergemeinschaft einstimmig zugestimmt.

Die Gremien der Allgäuland eG haben die Vereinbarung ebenfalls bereits gebilligt. Ihre Milcherzeuger werden Hochland ab Januar 2019 beliefern.

Beide Vereinbarungen sind Teil des Qualitätsprogramms „Milch für Hochland“, das das Unternehmen seit mehreren Jahren zusammen mit den Landwirten umsetzt. Alle Milchlieferanten des Werks Schongau – aktuelle und neue – verpflichten sich vertraglich, daran teilzunehmen.

Nach Angaben von Hochland sehen das Unternehmen und seine Milcherzeuger die Vereinbarungen als wichtigen Meilenstein, um die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen.

Die Hochland-Unternehmensgruppe wird von Peter Stahl als Vorstandsvorsitzendem geführt, der zugleich Vorstand des Milchindustrie-Verbandes (MIV) ist.

Auch interessant