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Onlinehandel

Kartellamt hat keine Einwände gegen digitale Agrarhandelsplattform

Mann kauft im Internet ein
am Mittwoch, 05.02.2020 - 10:29 (1 Kommentar)

Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen den geplanten Start der digitalen Agrarhandelsplattform „Unamera".

Die Unamera GmbH ist ein Start-Up aus Zwickau, das von den Getreidehandelsunternehmen BayWa AG, Getreide AG und ATR Landhandel als Finanzierungspartner unterstützt wird.

Über die Plattform sollen künftig insbesondere Getreide und Ölsaaten zwischen Agrarhandelsunternehmen auf der einen sowie Landwirten und Verarbeitern auf der anderen Seite gehandelt werden.

Plattformen dürfen Wettbewerb nicht beschränken

Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamtes, erläuterte, es sei offensichtlich, dass digitale Plattformen den Handel deutlich effizienter gestalten könnten. Sie dürften aber den Wettbewerb nicht beschränken.

Mundt betonte, es dürfe über solche Netzwerke nicht zu Preisabsprachen kommen, sie dürften nicht diskriminierend wirken, und es dürfe „kein Übermaß an Transparenz“ geschaffen werden.

Behörde befürchtet Absprachen durch zu viel Transparenz

Auf der Plattform Unamera treten sowohl Agrarproduzenten als auch Agrarhändler auf. Mit dem Angebot standardisierter Produkte über Getreide und Ölsaaten geht nach Ansicht des Kartellamtes eine gesteigerte Transparenz einher, die Absprachen erleichtern könne. Marktteilnehmer müssen sich als Anbieter und Nachfrager mit einem Kunden-Login registrieren. Die Preise werden zunächst anonym angezeigt. Erst im letzten Schritt vor Vertragsabschluss wird der Vertragspartner offengelegt.

Der Agrarhandel steht in den Startlöchern

Im Hinblick auf die beabsichtigte Veröffentlichung von Marktstatistiken setzt die Offenlegung von Preisen nach Auffassung des Amtes im vorliegenden Fall unter anderem voraus, dass die Daten zu einem Durchschnittspreis aggregiert wurden, in den Preise von mindestens fünf unabhängigen Unternehmen eingegangen sind.

Nach einer exklusiven Umfrage der Redaktion agrarheute arbeiten derzeit viele Handelsunternehmen daran, digitale Serviceangebote für Landwirte zu entwickeln. Das Angebot hat aber eine große Spannweite. In der Januar-Ausgabe des Magazins haben wir die Angebote detailliert verglichen.

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