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Kaufland führt Siegel „Qualität aus Deutschland“ ein

Kaufland Siegel Qualität aus Deutschland
am Donnerstag, 11.02.2021 - 14:16 (Jetzt kommentieren)

Für Obst, Gemüse und Fleischwaren aus deutscher Erzeugung führt Kaufland das Siegel „Qualität aus Deutschland“ ein.

KAUFLAND

Wie das Unternehmen der Schwarz-Gruppe heute mitteilte, soll das Logo schrittweise auf Verpackungen und Regaletiketten aufgedruckt werden.

„Mit diesem Siegel bieten wir unseren Kunden eine Erleichterung beim gezielten Kauf deutscher Erzeugnisse und hoffen, dass sie verstärkt auf diese Produkte zurückgreifen, um mit ihrem Einkauf die deutsche Landwirtschaft zu unterstützen", sagt Robert Pudelko, Einkaufsmanager bei Kaufland.

Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Erkennbarkeit heimischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse und unterstütze somit indirekt die Landwirte in Deutschland.

Das sind die Kriterien für das Kaufland-Siegel

Nach Angaben von Kaufland sollen Obst und Gemüse, das in Deutschland geerntet, verarbeitet und verpackt wurde, mit diesem Siegel gekennzeichnet werden.

Bei Fleischerzeugnissen müssen die Tiere aus deutscher Aufzucht stammen und in Deutschland geschlachtet worden sein. Die Produkte müssen außerdem in Deutschland zerlegt, produziert und verpackt worden sein. Bei Kaufland erfüllen nach Darstellung des Unternehmens alle frischen Schweinefleischartikel im Selbstbedienungsregal diese Herkunftskriterien.

An der Fleischtheke würden alle deutschen Erzeugnisse von Schwein, Färse, Kalb und Lamm den Kriterien entsprechen.

EuGH-Urteil engt Spielraum für staatliche Herkunftsangaben ein

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nationalen Herkunftsangaben im vergangenen Herbst mit einem Urteil gegen die staatliche französische Milchkennzeichnung enge Grenzen gesetzt. Gemäß dem „Lactalis-Urteil“ dürfen die Mitgliedstaaten für Milch und Milchprodukte zwar grundsätzlich eine verpflichtende nationale Ursprungsangabe vorschreiben. Das ist aber nur erlaubt, wenn zwischen der Qualität des Lebensmittels und seiner Herkunft nachweislich eine Verbindung besteht (Urteil C-485/18).

Im Fall von Kaufland handelt es sich allerdings nicht um eine verpflichtende nationale Ursprungsangabe, sondern um eine freiwillige private Herkunftskennzeichnung.

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