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Biokraftstoffe

Klimaschutz: Mehr Biokraftstoffe nötig

am Dienstag, 21.01.2020 - 09:54 (Jetzt kommentieren)

Die Bioenergieverbände haben klare Vorstellungen, wie Biokraftstoffe gefördert werden können. Schließlich spart man damit im Verkehr CO2.

Biodiesel tropft aus einem Zapfhahn

Um die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu verringern, ist eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig. Neben dem Ausbau der Elektromobilität zählt hierzu der verstärkte Einsatz erneuerbarer flüssiger und gasförmiger Energieträger wie strombasierter Kraftstoffe und zertifiziert nachhaltiger Biokraftstoffe. Das war ein Ergebnis des 17. Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität, berichtet die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP).

Die Bioenergieverbände haben zum Erreichen der Klimaschutzziele im Verkehr folgende Vorschläge.

Bewährte Treibhausgasminderungsquote ausbauen

Durch einen höheren Anteil an erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor kann deren Klimaschutzpotenzial besser ausgeschöpft werden. Die stufenweise Anhebung der Treibhausgasminderungsquote auf 16 Prozent bis zum Jahr 2030 ist dazu für die Bioenergieverbände ein geeignetes Mittel.

Schon jetzt leisten Biokraftstoffe den größten Beitrag zur Einsparung von CO2 im Verkehrssektor. Mit dem Einsatz zertifiziert nachhaltiger Biokraftstoffe wurden 9,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden.

Keine CO2-Steuer für Biokraftstoffe

Die geplante Befreiung nachhaltiger Biokraftstoffe von dem ab 2021 in Deutschland geltenden Emissionshandel für Kraft- und Brennstoffe muss so ausgestaltet werden, dass erneuerbare Kraftstoffanteile tatsächlich keinem zusätzlichen CO2-Preis unterliegen. Damit wäre für den Verbraucher der richtige Anreiz zur Nutzung emissionsarmer Kraftstoffe gesetzt.

Anteil Biokraftstoffe muss jährlich um 2 Prozent steigen

Beim angekündigten „Green Deal“ der EU-Kommission und der daraus folgenden Überprüfung europäischer Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien-Richtlinie RED II) sprechen sich die Bioenergieverbände für mehr erneuerbare Energien im Verkehrssektor aus.

Deren Anteil sollte von 10 Prozent in 2020, danach alle zwei Jahre um zwei Prozent, bis auf 20 Prozent in 2030 angehoben werden. Bisher liegt das europäische Ziel hierfür nur bei 14 Prozent, was zur Erreichung der Treibhausgasminderungsziele nach Auffassung aller Experten unzureichend ist.

Erneuerbare Kraftstoffe bei der CO2-Flottenregulierung berücksichtigen

Bei der vorgesehenen Überarbeitung der europäischen Flottengrenzwerte muss sichergestellt werden, dass die Minderung von Emissionen durch die Verwendung erneuerbarer Kraftstoffe im Verkehrssektor auf die
strengen CO2-Grenzen angerechnet werden. Dies würde die Optimierung klimafreundlicher Antriebstechnologien unterstützen.

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