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Fusionskontrolle

Konzentration im Einzelhandel: Edeka greift nach Real-Filialen

Ein Lebensmittelmarkt der Real-Kette
am Dienstag, 25.08.2020 - 12:35 (Jetzt kommentieren)

Marktführer Edeka will sich 72 Filialen der Real-Kette einverleiben. Das Kartellamt prüft die Übernahme.

Die Edeka-Zentrale, Hamburg, hat beim Bundeskartellamt die geplante Übernahme von bis zu 72 Standorten der Einzelhandelskette Real angemeldet. Verkäufer sind die Investorengesellschaft SCP Group und ihr strategischer Partner x+bricks Group.

Beide hatten die Einzelhandelskette Real mit allen Standorten, Beschäftigten und Tochtergesellschaften erst im Februar beziehungsweise Juni von der Düsseldorfer Metro AG gekauft.

Bundeskartellamt leitet Prüfverfahren ein

Die meisten Filialen von Real sollen nun offenbar an Deutschlands größten Lebensmitteleinzelhändler, die Edeka, und den Konkurrenten Kaufland gehen. Kaufland gehört zur Schwarz-Gruppe, die auch den Discounter Lidl führt.

Zur geplanten Übernahme von 101 Real-Filialen durch Kaufland hatte das Bundeskartellamt bereits am 11. Juni ein Hauptprüfverfahren eröffnet. Zur Akquisition von 72 anderen Standorten durch Edeka läuft nun die erste Phase der Fusionskontrolle. Sie endet entweder spätestens nach einem Monat mit der Freigabe der Übernahme oder mündet in ein Hauptprüfverfahren.

Wegen der extremen Konzentration des deutschen Lebensmitteleinzelhandels und der damit verbundenen Einkaufsmacht von Edeka, Rewe, Aldi und Lidl hatte im Februar im Bundeskanzleramt ein "Lebensmittelgipfel" stattgefunden. Dabei hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) an seine Verantwortung für faire Bedingungen in der Lebensmittelkette erinnert.

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