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Molkereibranche

Milchbranche einigt sich auf gemeinsame Kommunikation

am Montag, 13.01.2020 - 09:54 (Jetzt kommentieren)

Eine Branchenkommunikation Milch wird kommen, doch wer dafür bezahlen soll , ist noch unklar. Die ersten Ergebnisse der Sektorstrategie Milch.

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Die Molkereibranche ist entschlossen, künftig eine Branchenkommunikation Milch aufzubauen. Das erklärt DBV-Vizepräsident Karsten Schmal in einem exklusiven Interview mit agrarheute. Das ausführliche Interview wird in der Februarausgabe im agrarheute Magazin veröffentlicht. Die Strategie soll auch auf der Grünen Woche vorgestellt werden.

"Das öffentliche Bild des Milchsektors darf nicht wie in einigen Sommerwochen 2019 ausschließlich von Tierschutzverstößen geprägt sein. Deshalb ist das Etablieren einer bundesweiten Branchenkommunikation ein wesentliches Element der Strategie. Ziel ist es, auf Bundesebene eine wahrnehmbare Kommunikation der Milchbranche zu erreichen, um langfristig die gesellschaftliche Akzeptanz für eine moderne Milchproduktion und -verarbeitung in Deutschland zu erhalten. Dazu müssen wir  ein ehrliches Bild des Milchsektors kommunizieren", so Schmal.

Finanzierung ist noch offen

Die Finanzierung der Branchenkommunikation, sagt Schmal, werde aus der Kette heraus erfolgen. Derzeit ist es aber unklar, wie viel Geld für die Branchenkommunikation nötig sein wird und wie die Abgaben bei Molkereien und Milchbauern erhoben werden. Offen ist auch noch, ob die Branche sich auf bereits bestehende Organisation wie Dialog Milch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aufbauen wird, oder ob man eine neue Organisation gründen wird.

Die Sektorstrategie sei nicht in Stein gemeißelt, so Schmal. "Das Papier ist der Startschuss für einen fortlaufenden Prozess. Zur konstruktiven Arbeit an der Umsetzung des Maßnahmenkataloges sind nun alle wesentlichen Akteure der deutschen Milchwirtschaft eingeladen", versichert der DBV-Milchpräsident.  

Daneben gibt es in dem Maßnahmenkatalog auch Beschlüsse zu Milchlieferbeziehungen und Weiterentwicklung von QM-Milch und Digitalisierung. Insgesamt gab es neun Arbeitsgruppen, an der alle wichtigen Akteure des Milchsektors mitgearbeitet haben. 

Neben dem Deutschem Bauernverband waren der Deutsche Raiffeisenverband, der Milchindustrieverband, der Bund Deutscher Milchviehhalter, der Bundesverband Privatmolkereien und die Interessensgemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) beteiligt.

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