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Lebensmitteleinzelhandel

Milchpreis: Aldi weist Vorwürfe zurück

Aldi Logos und Kuh auf Weide
am Montag, 09.03.2020 - 07:03 (3 Kommentare)

Der Discounter Aldi hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Corona-Krise zum Drücken der Milchpreise zu nutzen.

In einer dreiseitigen Erklärung widersprachen Aldi Nord und Süd den Berichten in der Presse, die Kontraktverhandlungen für die Einkaufspreise von Trinkmilch vorgezogen zu haben, um die aktuelle Verunsicherung im Markt wegen der Ausbreitung des Coranavirus für zusätzlichen Preisdruck zu nutzen.

Dieser Zusammenhang treffe nicht zu und sei „mit unseren Grundsätzen als Kaufleute nicht vereinbar“, so der Einzelhandelsriese. Vor den Aldi-Lagern demonstrierten Landwirte in der Nacht vom 8. März gegen den Preisdruck.

Vorgezogene Verhandlungen aus "internen Gründen"

Der implizierte Vorwurf seitens einiger Molkereien, Aldi habe den Stichtag für Verhandlungen aus taktischen Gründen vorgezogen, sei falsch, betonte der Discounter. Grund für eine um vier Wochen vorgezogene Verhandlung seien „interne, administrative Abläufe in beiden Unternehmensgruppen“. Es handele sich folglich keinesfalls um eine Verhandlungstaktik, sondern um eine rein organisatorische Begebenheit.

Aldi kündigte an, den Verhandlungsprozess zu verlängern. Ursprünglich hatten die neuen Kontrakte für Mai bis Oktober in dieser Woche abgeschlossen werden sollen. Das wäre rund sechs Wochen früher als in den vergangenen Jahren üblich.

Aldi verurteilt "aggressive Stimmungsmache" aus der Landwirtschaft

Aldi Nord und Süd versicherten, den aktiven Dialog mit Landwirten und Erzeugern zu suchen. Das jüngste Treffen zwischen Vertretern von Aldi Nord und Land schafft Verbindung –Deutschland sei genauso Ausdruck eines konstruktiven Dialogs, wie die Teilnahme am Spitzengespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Februar.

Voraussetzung sei jedoch, dass dieser Dialog weiterhin von beiden Seiten gesucht und auf einer sachlichen und kooperativen Ebene geführt werde.

Aldi verurteilte „jüngste, vereinzelten Anfeindungen aus Landwirtschaftskreisen“, in denen unter anderem zu Straf- und Gewalttaten gegen Filialen und Mitarbeiter aufgerufen worden sei, auf Schärfste. Eine derartig aggressive Stimmungsmache sei inakzeptabel und garantiere keine Basis für konstruktive Gespräche und Verhandlungen.

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