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Windkraftanlage für Privat

Mini-Windturbine erzeugt 50 % mehr Strom als Solaranlage

Windturbine Aeromine
am Freitag, 21.10.2022 - 11:30 (12 Kommentare)

Eine neuartige Mini-Windturbine erzeugt mehr Strom als eine Solaranlage - ganz ohne Rotoren und Lärm. Und sie ist deutlich billiger. Entwickelt wurde das System von der Firma Aeromine in den USA. Es ist offenbar sehr gut für die private Nutzung geeignet.

aerominetechnologies

In den USA wurde eine Mini-Windturbine entwickelt, die ohne Lärm und riesigen Platzbedarf eine Menge Strom erzeugt. Immerhin 5000 Watt und liefert das flügellosen Windkraftwerk und erzeugt den Strom auch in der Nacht und in der dunklen sonnenarmen Jahreszeit. Bei etwa gleichen Kosten und geringerem Platzbedarf soll das System Aeromine etwa 50 Prozent mehr Strom erzeugen als eine vergleichbare  Solaranlage, sagen die Hersteller.

Bei herkömmlichen Windkraft-Anlagen bewegt der Wind die Flügel, die dann die Generatoren antreiben und Strom erzeugen. Das Problem bisher war jedoch: Kleine Windräder sind nicht besonders effizient, denn die erzeugte Strommenge wächst mit der Fläche der Flügel und der Höhe der Anlage.

Große Windkraftanlagen machen außerdem erhebliche Geräusche und schreddern oft Vögel und Insekten. Wegen der allmählichen Verschmutzung der Rotoren lässt zudem auch der Wirkungsgrad nach. Bau und Einsatz einer Kleinwindanlage für die private Stromerzeugung ist zudem mit erheblichen Auflagen verbunden.

Der Aeromine Technologie, ein Startup der University of Houston in Texas, hat nun eine neue völlig neue Technologie für Windkraftturbinen entwickelt. Die Turbine arbeitet ohne Lärm und die Gefährdung der Tierwelt. Und die Mini-Windturbinen können außerdem auch mit Solaranlagen kombiniert werden. 

Das System soll zudem weitaus billiger als eine Solaranlage sein. "Das patentierte, bewegungslose Windenergiesystem von Aeromine Technologies erzeugt bis zu 50 Prozent mehr Energie zu den gleichen Kosten wie eine Solaranlage auf dem Dach", sagt jedenfalls das Unternehmen.

Funktioniert etwa wie beim Flugzeug

Die Mini-Windturbine ist etwa drei mal drei Meter groß und kommt völlig ohne Rotorblätter aus. Das Aeromine-System arbeitet dabei mit der Auftriebsmechanik von Flugzeugflügeln, sagen die Erfinder. Die Einheiten bestehen aus senkrechten Flügeln, die durch ihre Form den Wind „einfangen“, verstärken und zu einer Turbine leiten.

Sogenannte Luftfolien lenken den auf das Gebäude treffenden Wind dabei so um, dass unterhalb der Anlage ein Unterdruck entsteht. Ein im unteren Teil des Systems verbauter Propeller dreht sich und erzeugt so die Energie.

Die Technologie soll günstiger als Solarpaneele sein und gleichzeitig etwa 50 Prozent mehr Energie erzeugen. Gleichzeitig hat das System einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Solarenergie: Es kann auch nachts Strom erzeugen, jedenfalls wenn Wind weht.

Das Unternehmen plant, die Anlage in mehreren Stufen an den Markt zu bringen. Zunächst beginnt man mit man den Einsatz auf Dächern von Unternehmen. Momentan testet das Unternehmen sein System auf dem Dach einer Fabrik von BASF in Detroit.

Sollte sich die Testphase als erfolgreich erweisen, ist nach Aussagen von Aeromine auch eine Nutzung für Privathaushalte schnell möglich. Private Nutzer könnten sich die Windkraftanlage dann aufs eigene Dach montieren lassen. Die Marktreife soll bereits im Jahr 2023 erreicht sein.

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