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Molkereibranche

Molkerei Ammerland: Mehr Milch, mehr Umsatz, weniger Milchgeld

am
29.05.2019
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Die Molkerei Ammerland konnte 2018 mehr Milch verarbeiten. Bei schwächeren Preisen kletterte der Umsatz langsamer nach oben. Das Milchgeld fiel aber um fast zwei Cent.

Luftbild Molkerei Ammerland

Die Molkerei Ammerland hat im Jahr 2018 ihren Umsatz um 3,1 Prozent auf 916,8 Mio. Euro steigern können. Dies laut eigenen Angaben in einem Umfeld, das im abgelaufenen Geschäftsjahr von sinkenden Durchschnittserlösen in fast allen wesentlichen Produktgruppen geprägt war.

Das Exportgeschäft hat zum positiven Unternehmensergebnis beigetragen. Die internationalen Vertriebstöchter konnten Umsatzsteigerungen verzeichnen. Mittlerweile exportiert die Molkerei Ammerland Milchprodukte der Marke Ammerländer in über 60 Länder. Im Geschäftsjahr 2019 will die Genossenschaft die Internationalisierung weiter ausbauen. Bereits jetzt stammt rund die Hälfte des Umsatzes aus dem Export.

Trotz eines höheren Umsatzes sank der Jahresüberschuss gegenüber 2017 jedoch um knapp 1 Mio. Euro auf 6 Mio. Euro. Etwa 2,4 Mio. Euro wandern davon in die Rücklagen der Molkereigenossenschaft.

Das Eigenkapital stieg um 8,8 Mio. Euro auf 128,9 Mio. Euro. Bei einer Bilanzsumme von 300 Mio. Euro ergibt sich somit eine Eigenkapitalquote von 42,9 Prozent.

Über 8 Prozent mehr Käse hergestellt

Käseproduktion-Molkerei Ammerland

An ihren beiden Produktionsstandorten in Wiefelstede-Dringenburg und Oldenburg verarbeitete die Molkerei Ammerland im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1,8 Mrd. kg  Milch rund 3,9 Prozent mehr als 2017. Die Käseproduktion lag insgesamt mit 145.474 t gut 8,3 Prozent höher als 2017. Der Umsatz mit Käse konnte dagegen nur um 1,1 Prozent auf 415 Mio. Euro klettern.

Die Pulverproduktion dehnten die Ammerländer gar um 19,7 Prozent auf 53.591 t aus, der Umsatz fiel preisbedingt dagegen um 3,5 Prozent auf 55,1 Mio. Euro.

Die Butterproduktion sank um 8,4 Prozent auf 20.939 t und die Frischeproduktion fiel um 2,9 Prozent auf 130.848 t. Somit konnte die Genossenschaft mit Butter, dem zweitwichtigsten Umsatzträger, mit 102,2 Mio. Euro nur um 6 Prozent niedrigere Erlöse erwirtschaften. 
 

Fast zwei Cent weniger Milchgeld 2018

Um die Rohstoffgrundlage zu sichern, konnten bereits neue Milcherzeuger in den kommenden Jahren gewonnen werden. 2018 lieferten 1.888 Milchviehhalter 1,78 Mio. kg an die beiden Molkereistandorte.

Für die Milcherzeuger der Molkerei Ammerland war das Jahr 2018 aufgrund der Witterungsverhältnisse mit großen Herausforderungen verbunden. Der Milchauszahlungspreis sank zwar gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Cent auf 34,62 Cent/kg. Basis sind 4,2 % Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß. In Niedersachsen lag dieser Wert nach Molkereiangaben jedoch knapp 1 Cent über dem Durchschnitt von 33,72 Cent/kg.

Guter Start der Biomilch

Biomilch-Molkerei Ammerland

Auf Vertriebsseite profitiert die Molkerei Ammerland weiterhin von ihren verschiedenen
Mehrwertkonzepten. So erfolgte im Herbst 2018 die Markteinführung von Biomilch unter der Marke Ammerländer. Die Resonanz seitens Handel und Verbraucher war von Beginn an sehr positiv, so das Unternehmen.

Die Molkerei Ammerland setzt als erstes Unternehmen in Deutschland bei der Ammerländer Biomilch auf eine nachhaltige Verpackung, die vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen besteht.

Seit April 2019 wird der nachhaltige Milchkarton auch bei den Ammerländer Weidefrischmilch-Produkten eingesetzt. Seit 2017 stellt die Molkerei Ammerland Weidemilchprodukte unter dem Dach von „Pro Weideland – Deutsche Weidecharta“ her. Das Sortiment an Weideprodukten soll  2019 ausgebaut werden.

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