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Molkerei Hochland investiert in Ersatzmilch aus dem Labor

Milch wird aus einer Kanne in ein Glas geschüttet.
am Dienstag, 15.12.2020 - 11:33 (1 Kommentar)

Die Hochland Gruppe investiert in ein Start-up, das geschmacksechte Milch ohne Kühe herstellen will.

Das israelische Start-up Re-Milk Ltd hat es sich zum Ziel gesetzt, eine „Milch“ auf der Basis von mikrobieller Fermentation zu produzieren. Die Proteinalternative könnte damit ohne Milchviehherden erzeugt werden.

Die Hochland Gruppe aus Heimenkirch, die jährlich rund 380.000 t Käse herstellt, hat sich jetzt an einer Investorenrunde beteiligt, die das Start-up in einer ersten Tranche mit umgerechnet 9,3 Mio. Euro finanziert. Neben der Molkerei aus dem Allgäu sind an der Finanzierungsrunde internationale Fonds, Risikokapitalgeber, weitere Unternehmen der Lebensmittelindustrie sowie Großanleger beteiligt.

Mikroorganismen sollen die Ersatzmilch fermentieren

Nach eigenen Angaben hat Re-Milk ein Verfahren entwickelt, mit dem „Molkereiprodukte“ allein durch Fermentation von Mikroorganismen herstellt werden können sollen, die von echter Kuhmilch und Erzeugnissen daraus nicht zu unterscheiden sind. Der Ressourcenverbauch von Land und Wasser soll durch das Verfahren drastisch reduziert werden können.

„Heutige milchfreie Alternativen berücksichtigen Umwelt- und Gesundheitsaspekte, schaffen es aber nicht, authentische Produkte auf Milchbasis wie Käse herzustellen. Wir schließen diese Lücke, indem wir Milchprodukte mit Milcheiweiß herstellen, ohne eine einzige Kuh zu benötigen", sagt Aviv Wolff, Mitbegründer und Vorstand von Re-Milk.

Wolff ist der Meinung, die Produktion von Lebensmitteln mit Hilfe von Tieren sei nicht mehr nachhaltig und habe ihre Grenzen erreicht in Bezug auf Menge, Versorgung und Effizienz bei zugleich „verheerenden“ Auswirkungen auf den Planeten.

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