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Molkereikonzern DMK will Marken Alete und Milasan übernehmen

Babynahrung: Baby isst Brei
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Julia Eder, agrarheute
am
09.01.2019

Medienberichten zufolge will das Deutsche Milchkontor (DMK) mit den Marken Alete und Milasan den Markt der Babynahrung erobern.

Die Traditionsmarke Alete könnte bald den Eigentümer wechseln. Der Molkereikonzern Deutsches Milchkontor (DMK) strebt die Übernahme der Marken Alete und Milasan sowie des Vetriebs des Babynahrungsherstellers an. Dies berichtet das Manager Magazin.

Bundeskartellamt muss Übernahme von Alete durch DMK prüfen

Demnach befindet sich der ehemalige Henkel-Manager Horst Jostock, der seit dem 1. Januar 2019 Alleingesellschafter der Alete GmbH ist, in intensiven Gesprächen mit der DMK. Der Molkereikonzern habe die Transaktion auch bereits beim Bundeskartellamt zur Prüfung angemeldet. Ein Sprecher der Bonner Behörde konnte dies auf Anfrage am Mittwoch zunächst nicht bestätigen.

Markt für Babynahrung von hoher Bedeutung

DMK betätigte die Übernahmeabsicht gegenüber dem Weser-Kurier. Konkret gehe es um die Übernahme des kompletten Vertriebsgeschäftes der Alete GmbH und German Baby Food GmbH. Schon jetzt gehöre DMK mit seiner Tochter Humana zu den größten Babykost-Herstellern Deutschlands und man wolle weitere Segmente erschließen.

Wegen der noch ausstehenden kartellrechtlichen Prüfung könne DMK aber keine weiteren Angaben machen. Auf der Suche nach neuen Wachstumsfeldern sei "der Markt für Babynahrung für die Molkereigruppe von hoher Bedeutung", zitiert das Magazin den DMK-Sprecher.

Nestlé verkaufte Alete und Milasan schon 2014

Nach dpa-Informationen soll die Alete-Produktion am Standort Weiding in Bayern mit etwa 200 Mitarbeiter beim derzeitigen Eigentümer verbleiben. Die Vertriebseinheit mit etwa 30 Beschäftigten im hessischen Bad Homburg würde an die DMK übergehen.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hatte im Herbst 2014 den Verkauf der Marken Alete und Milasan an private Investoren angekündigt. Zum Jahr 2015 gingen diese zusammen mit dem Werk in Weiding auf die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft BWK und den Privatinvestor Jostock über. Den 80-Prozent-Anteil der BWK hat Jostock inzwischen übernommen.

Mit Material von dpa, Weser-Kurier
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