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Zuckerwirtschaft

Nordzucker verbucht deutlichen Verlust

Nordzucker-Z-Rueben
am
24.05.2019

Der Nordzucker-Konzern hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem hohen Verlust abgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2018/19, das am 28. Februar endete, sank der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug minus 58 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein positives Ergebnis in Höhe von 154 Mio. Euro ausgewiesen werden konnte.

Aufgrund der extremen Marktsituation schließt Nordzucker das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von -36 Millionen Euro (Vorjahr: +118 Mio. Euro).

Stabile Finanzlage mit unverändertem Eigenkapital

Nach Darstellung des Unternehmens war die Marktlage im ersten vollen Jahr nach dem Ende der Quotenregelung von einer erheblichen Überproduktion innerhalb der EU und auf dem Weltmarkt geprägt. Daraus resultierten historisch niedrige Preise. Als Auslöser dieser Entwicklung sieht das Unternehmen vor allem Produktionsausweitungen durch staatliche Subventionen in Indien und Thailand sowie gekoppelte Zahlungen für den Rübenanbau in zahlreichen Ländern der EU.

Aufgrund der Ergebnissituation wird der Hauptversammlung der Nordzucker AG vorgeschlagen, in diesem Jahr keine Dividende auszuschütten (Vorjahr: 1,20 Euro je Aktie).

Nordzucker betonte, weiterhin über eine stabile Vermögens- und Finanzlage zu verfügen. Die Eigenkapitalquote beträgt 66 Prozent und liegt damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Weltzuckermarkt wird weiter wachsen

Nordzucker geht davon aus, dass der Zuckermarkt trotz der aktuellen Niedrigpreisphase und der in weiten Teilen unausgewogenen Diskussion über Zucker in der Ernährung langfristig gute Perspektiven bietet. So geht der Konzern weiterhin von einer weltweit steigenden Nachfrage aus.

„Mittelfristig rechnen wir wieder mit einer Preiserholung. Unser strategischer Fokus liegt klar auf Zucker aus Rübe und Rohr. Denn Zucker ist ein weltweiter Wachstumsmarkt, an dem wir teilhaben wollen“, betont Dr. Lars Gorissen. Die EU bleibe weiterhin Kernmarkt für Nordzucker. Die Politik sei allerdings gefordert, gleiche Wettbewerbsbedingungen für eine nachhaltige Zuckerproduktion herzustellen.

Auf im laufenden Jahr voraussichtlich kein Gewinn

Für das Geschäftsjahr 2019/20 geht Nordzucker aufgrund anhaltend niedriger Preise von weiterhin negativen Ergebnissen aus. Allerdings verspreche ein stetig wachsender Welt-Zuckermarkt mittelfristig wieder bessere Preise, so das Unternehmen. Mit dem Fokus auf das Kerngeschäft aus Rübe und Rohr sieht sich Nordzucker gut aufgestellt für künftiges Wachstum inner- und außerhalb Europas.

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