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Betriebsmittel

Online-Agrarhandel: Darum muss Agrando Insolvenz anmelden

Der Versuch, den Online-Agrarhändler Agrando zu retten, ist nun endgültig gescheitert.
am Donnerstag, 03.11.2022 - 13:01 (Jetzt kommentieren)

Das Münchener Startup Agrando kann im Insolvenzverfahren nicht mehr gerettet werden.

Im Juni 2022 berichtete die Plattform deutsche-startups.de bereits über das Insolvenzverfahrens des Münchener Startups Agrando. Nun teilt das Unternehmens auf seiner Internetseite mit, den Betrieb eingestellt zu haben.

Ein Teil des Agrando-Teams führe die Arbeit bei agriconomie.de weiter – ebenfalls ein Online-Anbieter für den Agrarbedarf. Agriconomie wurde 2014 in Frankreich gegründet und ist außerdem in Deutschland, Belgien, Italien und Spanien tätig. Nach Angaben des Händlers gebe es in ganz Europa 92.000 Kunden.

Krieg in der Ukraine war Auslöser für Agrandos Insolvenz

Nach Informationen von deusche-startups.de habe der Insolvenzverwalter im Sommer mitgeteilt, dass der Krieg in der Ukraine zu einem andauernd schwierigen Marktumfeld für Agrando geführt habe. Im Juni waren die Beteiligten noch darum bemüht, das Unternehmen zu sanieren, weiterzuführen und die Arbeitsplätze zu sichern.

Doch der Online-Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln ließ sich offenbar nicht mehr ausreichend ankurbeln. Landwirte sollten über Agrando Zugang zum größten Online-Katalog für Betriebsmittel im deutschsprachigen Raum erhalten.

Schon 2020 musste Agrando einen Verlust von 4 Mio. Euro verzeichnen. Nach der Gründung des Unternehmens als Agrario GmbH 2017 sind die Verluste jedes Jahr größer geworden.

Laut deutsche-startups.de hätten im Sommer 2021 fünf Kapitalgeber insgesamt 12 Mio. Euro in Agrando investiert.

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