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Mischfutter

PCB im Futter: Agravis hat Kontrollen nicht vernachlässigt

am Dienstag, 11.12.2018 - 12:12 (Jetzt kommentieren)

Agravis hat im Fall von PCB-belastetem Futter im Werk Minden die Kontrollen und Handlungspflichten nicht vernachlässigt. Das bestätigt ein Sonderaudit.

Auditoren der Zertifizierungsstellen SGS und GMP + International bestätigten nach einem aktuellen, anlassbezogenen Audit, dass die Agravis Ostwestfalen-Lippe GmbH nicht gegen die Standards verstoßen habe. Das Unternehmen habe im vorliegenden Fall um PCB-belastete Futtermittel eigenverantwortlich und proaktiv gehandelt. Die mit den Überwachungsbehörden vereinbarten Maßnahmen für die Wiederaufnahme der Produktion seien bisher konsequent umgesetzt worden.

Wie Agravis mitteilte, wurde nach einer Bewertung der Risiken im Anschluss an die Inspektion und in Abstimmung mit den Behörden vereinbart, die Produktion in den bereits sanierten Teilbereichen des Werkes in Minden wieder aufzunehmen. Das Monitoring wurde verschärft. Mit den Behörden wurde ein engmaschiger Prüfplan mit laufenden Kontrollen abgestimmt.

Kunden können ohne große Verzögerung bedient werden

Nach Angaben der Genossenschaft ist mit der Wiederaufnahme der Produktion aus den sanierten Silos sichergestellt, dass alle Kundenaufträge weitgehend und ohne größere Verzögerung bedient werden können.

Durch die Sperrung aller möglicherweise betroffenen Silozellen sei sichergestellt geworden, dass seit Anfang November keinerlei Futter mit einer potentiellen ndl-PCB-Belastung in den Markt gelangt sei.

Keine Hinweise auf Belastungen nach Altschaden

Vertreter der Bezirksregierung Detmold und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) haben kürzlich in einem Ortstermin gemeinsam mit Unternehmensverantwortlichen den Sachverhalt erörtert. Der Innenanstrich in Verladesilos wurde inzwischen vom nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium als Ursache bestätigt.

Auch die Aufarbeitung eines Schadensfalls in 2012 wurde vom LANUV rekapituliert. Hierzu legte Agravis beim Ortstermin Unterlagen offen und gab Auskunft. Seinerzeit waren ndl-PCB-Belastungen in zwei Verladezellen für Sackware festgestellt worden. Nach eigenen Angaben ließ das Unternehmen daraufhin in Abstimmung mit den Behörden alle elf Verladezellen für Sackware sanieren. Es habe seitdem – bis zur aktuellen Thematik – keinerlei Hinweise auf Belastungen in den Verladezellen für lose Ware gegeben, so Agravis. Alle Prüfergebnisse seien negativ ausgefallen. Die regelmäßigen Kontrollen der begleitenden Behörden seien ebenso stets negativ gewesen. Die Eigenkontrollen und das Monitoring seien stets mit den Behörden entwickelt und umgesetzt worden.

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