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Zuckermarkt

Preisverfall: Südzucker schließt fünf Werke

Südzucker Fabrik
am
26.02.2019

Die Südzucker AG hat über die Schließung von fünf Werken abgestimmt. Betroffen sind auch zwei deutsche Standorte.

Wie die dpa berichtet, hat der Südzucker-Konzern die Schließung von fünf Werken beschlossen. Grund sei der starke Preisverfall auf dem Markt. Zwei der betroffenen Werke liegen in Deutschland.

Die Standorte im südbrandenburgischen Brottewitz und in Warburg in Nordrhein-Westfalen sowie zwei Werke in Frankreich (Saint Louis Sucre in Cagny und Eppeville) und eine Fabrik in Polen (Südzucker Polska, Strzyżów) würden geschlossen, teilte das Unternehmen am Montag nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrates mit.

Umsatzrückgang bis 200 Millionen Euro

Man wolle die Auswirkungen der starken Preisschwankungen an den globalen Märkten sowie in der EU auf das Segment Zucker verringern und das Unternehmen so sichern, so die Begründung von Südzucker. Seit Ende der EU-Zuckermarktordnung 2017 müsse der Konzern auf sinkende Zuckerpreise reagieren.

Im Geschäftsjahr 2018/19 rechne der Zuckerproduzent wegen eines drastischen Preisrückgangs mit einem Umsatzrückgang von 100 Millionen bis 200 Millionen Euro.

Südzucker: Mitarbeiter und Landwirte protestieren

Vor der Zentrale fanden sich etwa 350 Mitarbeiter und Landwirte ein, um gegen die drohende Schließung der Werke zu protestieren, berichtet die dpa. Beschäftigte der bedrohten Zuckerfabriken würden dem Südzucker-Vorstand vorwerfen, das Unternehmen handle voreilig und nehme sich nicht ausreichend Zeit zur Erarbeitung anderer Konzepte.

Eine Werkschließungen sei "die letzte, nicht die erste Alternative", so die Demonstranten. Laut Südzucker sind am Standort Brottewitz 90 Mitarbeiter beschäftigt, im Warburg arbeiten 60 Beschäftigte

Kritik: Man müsse zuerst alternative Konzepte entwickeln

Franz-Josef Möllenberg, Arbeitnehmervertreter bei Südzucker, mahnte die Konzernspitze zur Loyalität, erklärt die dpa: "Die Agrarpolitik darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten und der Regionen ausgetragen werden."

Möllenberg forderte die Einberufung eines Gremiums. So könne man Möglichkeiten prüfen, mit denen sich der Strukturwandel bewerkstelligen lasse. Die geplante Schließung der Werke komme zu früh: "Wir brauchen mehr Zeit, um alternative Konzepte zu entwickeln."

Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Wie Südzucker meldet, sieht der Restrukturierungsplan Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, insbesondere jedoch die Anpassung der Produktions- und Verwaltungsstrukturen. Das betroffene polnische Werk soll zuerst geschlossen werden, so der Konzern. Die Nachbarfabriken der von den Schließungen betroffen Zuckerfabriken sollen mit Zukunftsinvestitionen sichtbar gestärkt werden.

Daneben sei die weitere Reduzierung der Verwaltungskosten in Belgien, Deutschland, Frankreich und Polen geplant. Der Restrukturierungsplan könnte weitere Konsultationen mit den jeweiligen regionalen Arbeitnehmervertretungen erfordern, so Südzucker weiter.

Mit Material von dpa, Südzucker AG

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