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Zentralgenossenschaften

Raiffeisen Waren GmbH mit solidem Wachstum

Getreide wird im Landhandel verladen
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
11.05.2018

Die Raiffeisen Waren GmbH, Kassel, hat für das Geschäftsjahr 2017 solide Umsatz- und Ertragszahlen vorgelegt. Die Agrarsparte wurde an den Strukturwandel angepasst.

Wie die Zentralgenossenschaft bekannt gab, konnte der Umsatz 2017 von 1,15 Milliarden auf 1,27 Milliarden Euro erhöht werden. Das Ergebnis vor Steuern wurde von 11,9 Millionen auf 14,7 Millionen Euro gesteigert. Das Eigenkapital des Konzerns vermehrt sich auf 157,3 Millionen Euro und die entsprechende Eigenkapitalquote vergrößerte sich auf 32,4 Prozent.

„Bei gesamtheitlicher Betrachtung blicken wir auf eine positive Geschäftsentwicklung zurück, wenngleich wir unsere ambitionierten Ziele in verschiedenen Teilbereichen noch nicht in Gänze erreichen konnten“, so Reinhard Stieglitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Waren GmbH.

„Bei einer insgesamt besseren Stimmungslage in der Landwirtschaft und der weiter boomenden Bauwirtschaft konnten wir mit Kundennähe, Prozessoptimierung und unternehmerischem Wachstum punkten“, ergänzt Dr. Dirk Köckler, Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH.

Erster Schritt zur internationalen Expansion

Geschäftsführung der Raiffeisen Waren GmbH

Gewachsen ist das Unternehmen in Deutschland durch Zukäufe in den Bereichen Agrarhandel und Baustoffe.

Ein erster internationaler Expansionsschritt wurde im Segment Landtechnik in Richtung Dänemark unternommen. „Die positive Personalentwicklung und die hohe Ausbildungsquote sind ein weiterer Baustein der positiven Entwicklung“, kommentiert Markus Braun, Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH.

Nach schwierigen Jahren läuft das Agrargeschäft wieder besser

Die Sparte Agrar konnte nach zwei schwierigen Jahren eine erkennbare Ergebnisverbesserung verzeichnen. Eine bundesweit durchschnittliche Getreideernte bescherte dem Unternehmen eine Erfassungsmenge von 725.000 t, was einem Rückgang von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Stagnierende Preise taten ihr Übriges.

Die Genossenschaft will die Erfassungsstandorte reduzieren, Einzelstandorte jedoch größer und leistungsfähiger machen, um sich dem Strukturwandel anzupassen.

Der Bereich Futtermittel wurde organisatorisch neu aufgestellt, das Werk in Altmorschen geschlossen und die Produktion komplett nach Hamm und Werl verlagert, um den einzuhaltenden Qualitäts- und Sicherheitsstandards auch langfristig zu entsprechen.

Die Segmente Düngemittel, Pflanzenschutz und Saatgut legten in ihrer Umsatz- und Ertragsentwicklung deutlich zu.

Landtechnik kommt vom AGCO-Konzern

Nach einem schwächeren Jahr 2016 konnte die Sparte Landtechnik in 2017 wieder deutlich wachsen. Das Angebot wurde auf Produkte des AGCO-Konzerns konzentriert.

Mit Großmähdreschern der Marken Fendt und Massey Ferguson sieht sich die Raiffeisen Waren GmbH vor dem Wiedereinstieg in das Premiumsegment der Erntetechnik. Investiert hat die Sparte zudem in diverse zukunftsgerichtete Werkstattstandorte.

Auch wurde die Restrukturierung des Standortnetzes weitestgehend abgeschlossen. Mit dem Expansionsschritt nach Dänemark hat die Sparte den konzernweiten ersten internationalen Schritt unternommen und die Mehrheitsanteile an der TBS Maskinpower erworben.

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