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Razzien in der Fleischindustrie wegen illegaler Leiharbeit

Razzia im Büro eines Schlachtunternehmens nahe Hannover
am Mittwoch, 23.09.2020 - 07:48 (Jetzt kommentieren)

800 Beamte der Bundespolizei durchsuchen in mehreren Bundesländern mehr als 40 Geschäfts- und Wohnräume von zwei Schlachtunternehmen wegen mutmaßlicher Einschleusung von Arbeitskräften.

Wie die Tagesschau berichtet, führt die Bundespolizei in fünf Bundesländern Razzien in Geschäfts- und Wohnräumen der Fleischindustrie durch, vor allem bei zwei Firmen.

Mutmaßlich wurden illegal Arbeitskräfte eingeschleust: Die Firmen sollen Osteuropäer, vor allem Rumänen, mit gefälschten oder verfälschten Dokumenten nach Deutschland geholt haben. Dabei gingen die Firmen unabhängig voneinander nach dem gleichen Muster vor.

Razzien vor allem in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen

Rund 800 Beamte seien schwerpunktmäßig in Weißenfels in Sachsen-Anhalt sowie Twist und Garbsen in Niedersachsen im Einsatz, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Mitteldeutschland laut Tagesschau. Weitere Durchsuchungen gebe es in Berlin, Papenburg in Niedersachsen, Chemnitz in Sachsen und Nordrhein-Westfalen.

Beweise sicherstellen und Anzahl der Leiharbeiter feststellen

Bei den Razzien soll nun so viel Beweismaterial wie möglich gesichert werden, etwa um die Zahlungsvorgänge und die Kommunikation der Firmen nachzuvollziehen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Laut der Ermittler wurden Werte in Höhe von 1,5 Millionen Euro beschlagnahmt.

Darüber hinaus sei es vor allem wichtig, wie viele illegal eingereiste Leiharbeiter man in den Unterkünften antreffe. Diese sollten erkennungsdienstlich behandelt und befragt werden. Den illegal eingereisten Arbeitskräften drohe die Ausweisung aus Deutschland.

Mit Material von Tagesschau
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