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Rügenwalder Mühle macht 40 Prozent vom Umsatz mit Veggie-Sparte

am
02.09.2019
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"Es ist an der Zeit, mal 50 Prozent weniger Tiere zu essen", behauptet Rügenwalder Mühle-Chef Godo Röben. Für den Klimawandel sei der Verzicht auf Fleisch wichtig.

Rügenwalder Mühle Veggiewurst

Der Chef des Wurstherstellers Rügenwalder Mühle, Godo Röben, wirbt für einen stärkeren Verzicht auf Fleisch. Die Rügenwalder Mühle macht mittlerweile fast 40 Prozent des Umsatzes mit vegetarischen Produkten. "Wenn man sich die letzten 50 Jahre in der Branche anguckt, muss man zugeben: Wir haben alles nur größer, schneller, effizienter gemacht", so Röben gegenüber der Deutschen Presseagentur. Schon vor zehn Jahren sei absehbar gewesen, "dass wir drei riesige Probleme im Sortiment haben, die von Jahr zu Jahr größer werden: Tierleid, Gesundheit und Klimawandel".

"Schwänzekupieren und Kükenschreddern gehören verboten"

Von einer Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch hält Röben jedoch nichts, da das Geld nicht zweckgebunden für das Tierwohl eingesetzt werden könne. Dennoch müsse der Preis für Fleisch steigen. "Ich glaube, die Politik wird zusehen, dass die tierischen Produkte teurer werden, weil es auch verdammt noch mal nötig ist", sagte er.

"Wir können nicht ein halbes Kilo Hack für 2,99 Euro verkaufen. Da muss sich jeder fragen, wie das Tier gelebt haben soll." Für das Tierwohl sollten zum Beispiel das Kupieren der Schwänze und das Kükenschreddern "einfach verboten werden".

Auch für den Klimawandel sei der Verzicht auf Fleisch wichtig. Ohne eine Agrarwende seien die Pariser Klimaziele nicht zu erreichen.

Mit Material von dpa

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