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Effizienzsteigerung

So will Arla den Milchpreis erhöhen

Arla Werk Sonthofen
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Anke Fritz, agrarheute
am
24.04.2018

400 Millionen Euro will das Molkereiunternehmen Arla Foods durch ein neues Programm einsparen. Ziel seien attraktive Auszahlungspreise für Lieferanten.

Das international agierende Molkereiunternehmen Arla Foods hat ein neues Programm zur Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung aufgelegt. Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Transformationsprogramms „Calcium“ sollen bis Ende 2020 konzernweit insgesamt 400 Mio Euro eingespart werden.

Nach Darstellung von Arla geht es dabei nicht zuletzt darum, dauerhaft attraktive Auszahlungspreise für die Lieferanten zu erzielen und Mittel zur Reinvestition freizumachen. Von den erwarteten 400 Mio Euro sollen drei Viertel in Form höherer Auszahlungspreise an die Anteilseigner der Genossenschaft zurückfließen, während die restlichen Gelder investiert werden sollen.

Arla will Bürokratie abbauen

Im Rahmen von „Calcium“ will der Konzern eigenen Angaben zufolge in der gesamten Wertschöpfungskette und im Mitarbeiterstamm Bürokratie abbauen, Prozesse entzerren und so Kosten einsparen.

Dazu soll das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG) Arbeitsabläufe analysieren und Vorschläge für einen effizienteren „Workflow“ erarbeiten. Die Initiative sei Teil der Arla-Good-Growth-Strategie und werde dazu beitragen, die Rentabilität zugunsten künftigen Wachstums zu steigern.

Arla besonders vom Brexit betroffen

Laut Arla-Vorstandschef Peder Tuborgh ist das Transformationsprogramm ein neuer Ansatz, mit externen Faktoren umzugehen, auf die Arla kaum Einfluss habe.

So sei die Molkerei im Vergleich zu wichtigen Konkurrenten besonders vom Brexit betroffen und habe in den vergangenen Monaten durch das schwache britische Pfund oder auch eine ungünstige Entwicklung an den Rohstoffmärkten an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.

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