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Starbucks will Kuh-Milch durch Pflanzen-Milch ersetzen

Starbucks
am Freitag, 24.01.2020 - 07:47 (Jetzt kommentieren)

Starbucks will umweltverträglicher werden. Dafür will das Unternehmen seinen Milchverbrauch zu Gunsten von pflanzlichen Ersatzprodukten reduzieren.

Das US-Unternehmen, mit Sitz in Seattle, ist der weltweit größte Cafe-Shop-Betreiber und hat über 31.000 Filialen, die wöchentlich 100 Millionen Kunden beliefern.

Die US-Milchwirtschaft antwortete mit einem Hinweis auf die bereits sehr erfolgreiche Reduzierung von Emissionen in der US-Milchwirtschaft.

Mehr alternative Milchprodukte anbieten

Sojamilch

Kevin Johnson, Chef der Starbucks Coffee Company, hat einen Brief an seine Partner und Kunden veröffentlicht. Darin beschreibt er seine Pläne, wie er das Unternehmen im kommenden Jahrzehnt nachhaltiger machen will. „Unser Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, mehr Kohlenstoff zu speichern als wir ausstoßen, Abfall zu beseitigen und mehr sauberes Süßwasser bereitzustellen, als wir verbrauchen“, schrieb er.

Der erste Punkt auf Johnsons Liste lautet: "Wir werden die Optionen auf pflanzlicher Basis erweitern und auf umweltfreundlichere Menüs umsteigen". In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg über die Ziele des Unternehmens sagte Johnson: „Alternative Milchprodukte werden ein großer Teil der Lösung sein. Die Nachfragekurve der Verbraucher verschiebt sich bereits.“

Starbucks bietet allerdings schon jetzt zahlreiche Alternativen für Milchprodukte an, darunter Soja-, Kokosnuss- und Mandelmilch. In einigen Regionen ist auch Hafermilch erhältlich.

US-Milchwirtschaft: Wir haben Emissionen kräftig reduziert

Kuhmilch

Der Umweltverträglichkeitsbericht von Starbucks listet tierisches Eiweiß als die wichtigste Ursache für die Kohlenstoff-Emissionen und Wasserverbrauch auf. Laut Starbucks entfielen 2018 rund 21 Prozent des CO2-Ausstoßes des Unternehmens auf Molkereiprodukte. Als Antwort auf die Ankündigung von Starbucks schrieb Krysta Harden, Vize-Präsident für globale Umweltstrategie bei Dairy Management, der zentralen US-Organisation für die Kontrolle von Milchprodukten: „Wir teilen das Engagement von Starbucks für ökologische Nachhaltigkeit.

Tatsächlich war die US-amerikanische Molkereiindustrie 2008 der erste Agrarsektor, der eine vollständige Lebenszyklusanalyse in Auftrag gegeben hat, um unseren ökologischen Fußabdruck zu messen. Diese ergab, dass flüssige Milch seitdem nur noch 2 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in den USA ausmacht.

Dank innovativer landwirtschaftlicher Praktiken und neuer Technologien sind die Umweltauswirkungen der Produktion einer Gallone Milch seit 2008 erheblich zurückgegangen. Es werden seitdem 31 Prozent weniger Wasser und 21 Prozent weniger Fläche verbraucht, was eine 20prozentige Reduktion des CO2-Ausstoß zur Folge hatte.“

Weitere Umweltziele auf der Agenda

Starbucks

Starbucks-Chef Johnson nannte in seinem Brief weitere Möglichkeiten, wie das Unternehmen seine Umweltpraktiken verbessern will: Dazu zählen die Umstellung auf Mehrwegverpackungen, die Unterstützung von regenerativen landwirtschaftlichen Praktiken, einer besseren Abfallbewirtschaftung und die Entwicklung umweltfreundlicherer Läden und Betriebe.

Harden entgegnete: „Milchprodukte können und werden weiter eine wichtige Rolle bei der Erreichung von Nachhaltigkeit in den Lieferketten und der globalen Lebensmittelproduktion spielen“. Unter Umwelt- und Ernährungsgesichtspunkten gibt es für Harden kein Entweder-Oder. Sie sagt: Sowohl Pflanzen als auch Tiere spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Mensch und Erde"

Weiter sagte Harden: Es gibt keine einheitliche Lösung für den Fortschritt in Bezug auf die Umwelt, und außerdem sind öffentlich-private Partnerschaften und Wertschöpfungsketten erforderlich, um eine größere positive Wirkung zu erzielen. Die US-amerikanische Molkereiwirtschaft hat sich jedenfalls verpflichtet, ihren Beitrag zu leisten, und wird weiter bedeutende Fortschritte bei der Kohlenstoffneutralität, der Boden- und Wassergesundheit erzielen. “

A message from Starbucks ceo Kevin Johnson: Starbucks new sustainability commitment

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