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Geschäftsergebnis 2020

Stefan Dürr: Ekosem hat russischen Milchmarkt sehr gut abgedeckt

Produktionsstraße mit EkoNiva-Milch
am Mittwoch, 21.04.2021 - 13:20 (1 Kommentar)

Der vorläufige Geschäftsbericht der Ekosem-Agrar AG geht von einem Unternehmensergebnis aus, das die eigenen Erwartungen übertrifft.

Die Ekosem-Agrar AG hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2020 um 15 Prozent steigern können. Im ersten Quartal 2021 setzte die deutsche Holdinggesellschaft den Aufwärtstrend fort. Das teilte Ekosem in einer Presseinformation mit.

Schon Anfang des Jahres hatte das Unternehmen berichtet, dass seine russischen Milchviehbetriebe nicht wesentlich von der Corona-Pandemie betroffen seien und der Milchpreis im Vergleich zu 2019 sogar angestiegen sei.

Am 17. Mai 2021 wird der endgültige Geschäftsbericht erscheinen.

Inzwischen 41 Milchviehanlagen von Ekosem in Russland

Stefan Dürr im Gespräch

Stefan Dürr, Vorstandvorsitzender von Ekosem, berichtet von 41 modernen Milchviehanlagen, die die Holding der EkoNiva Gruppe in Russland inzwischen errichtet hat, und die den Milchmarkt in den russischen Kernregionen im letzten Jahr sehr gut abgedeckt hätten.

Nach aktuellem Stand belief sich die Betriebsleistung im vergangenen Jahr auf etwa 615 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 564,5 Mio. Euro.

Das Umsatzplus von 15 Prozent oder 60 Mio. Euro ließ den Jahresumsatz auf voraussichtlich 464 Mio. Euro klettern. In Rubel steigerte sich der Umsatz um 31 Prozent.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werden 180 Mio. Euro bis 200 Mio. Euro erwartet. Zuvor prognostizierte Ekosem ein EBITDA von 165 Mio. Euro bis 185 Mio. Euro.

Milchviehanlagen stärker ausgelastet

Für dieses Jahr hat sich Dürr das Ziel gesetzt, bei allen Milchviehanlagen, die 2019 und 2020 in Betrieb genommen wurden, die Effizienz zu erhöhen. „Die stärkere Auslastung […] wird sich dementsprechend deutlich positiv auf unseren Cashflow auswirken“, so Dürr. Schrittweise soll außerdem die Kapazität der eigenen Milchverarbeitung ausgebaut werden. So nähere sich Ekosem seinem mittelfristigen Ziel, die produzierte Rohmilch komplett selbst zu verarbeiten.

Dass die Milcherzeugung weiter gesteigert werden kann, scheint bei der aktuellen Entwicklung realistisch. Im ersten Quartal 2021 – üblicherweise der schwächste Zeitraum – lagen die Umsatzerlöse bei etwa 111 Mio. Euro. „Wir freuen uns, dass wir die gute Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 im ersten Quartal 2021 fortsetzen konnten“, sagte Dürr.

Expansion jetzt langsamer

Im Moment befinden sich noch zwei weitere Milchviehanlagen im Bau, heißt es in der Pressemitteilung. Allerdings habe sich die Expansion verlangsamt, was gleichzeitig zu geringeren Personalkosten führte. So habe sich der Personalbedarf im Bereich Bau und Konstruktion deutlich verringert. Das habe sich auf die Bilanz für 2021 bereits ausgewirkt.

In diesem Jahr soll die Betriebsleistung laut Prognose auf 725 bis 750 Mio. Euro ansteigen. Die Umsatzerlöse könnten sich auf bis zu 625 Mio. Euro verbessern; das EBITDA auf bis zu 275 Mio. Euro. Beim liquiditätswirksamen Anteil – dem Cash-EDITBA – wird wegen des geringeren Wachstums ein deutlich überproportionaler Anstieg erwartet.

EkoNiva und Ekosem-Agrar: XXL-Farm in Russland

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