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Zuckerwirtschaft

Südzucker gibt französischen Bauern einen Korb

Zuckerrüben verladen mit der Rübenmaus
am Freitag, 24.05.2019 - 04:45 (Jetzt kommentieren)

Südzucker wird die beiden französischen Werke Eppeville und Cagny nicht verkaufen. Die Überkapazitäten sollen abgebaut werden.

Der Süzucker-Konzern will auf das Angebot der französischen Rübenbauern, die von Stilllegung bedrohten Werke Eppeville und Cagny in eigener Regie fortzuführen, nicht eingehen.

Frankreich sei ein Überschussmarkt, betonte der europäische Marktführer. Dort werde doppelt so viel Zucker produziert, als im Land verbraucht werde. Außerdem sei die Konkurrenz dort sehr groß, sowohl bei der Versorgung mit Rüben als auch beim Zuckerverkauf.

Südzucker beabsichtigt daher nicht, die Standorte Cagny und Eppeville zu verkaufen.

Franzosen bieten 30 Millionen Euro

Die französischen Rübenbauern hatten erst in der vergangenen Woche ein Angebot unterbreitet, die beiden Werke für 30 Mio. Euro von der Südzucker-Tochter Saint Louis Sucre zu übernehmen. So wollen sie den Rübenanbau in den Regionen erhalten.

Dr. Wolfgang Heer, Vorstandsvorsitzender der Südzucker AG, erklärte jedoch: „Wir beenden die Zuckerproduktion nicht, um sie anderen Akteuren anzubieten, sondern um Überschusskapazitäten vom Markt zu nehmen."

Vor einigen Tagen hat Saint Louis Sucre einen Zuschlag für die Rüben aus der Ernte 2018 angekündigt, der den Gesamtrübenpreis auf 22,01 Euro/Tonne (bei 16 Prozent Zuckergehalt) erhöht. Dies sei ein klares Signal an die Anbauer, dass Saint Louis Sucre genauso wie Südzucker großen Wert auf die weitere Zusammenarbeit lege, unterstrichen die Mannheimer. In den nächsten Wochen wird Saint Louis Sucre den Anbauern die Vertragsvorschläge für die kommenden Jahre vorstellen.

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