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Syngenta: Das Saatgut-Geschäft verhindert Schlimmeres

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Norbert Lehmann, agrarheute
am
15.02.2018

Der Syngenta-Konzern verbuchte 2017 einen Umsatzrückgang um 1 Prozent auf 12,65 Mrd. US-Dollar (10,24 Mrd. Euro). Nur mit Saatgut wurde ein deutliches Wachstum erzielt.

Wie Vorstandschef Erik Fyrwald heute auf der Syngenta-Bilanzpressekonferenz bekannt gab, sank der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln weltweit um 3,4 Prozent auf 9,24 Mrd. US-Dollar (7,49 Mrd. Euro).

Ausschlaggebend war ein Minus von 14 Prozent in Lateinamerika. Dort lasteten hohe Lagerbestände mit Pflanzenschutzmitteln in Brasilien und ein schwieriges Marktumfeld auf dem Geschäft. In den übrigen Regionen der Welt war hingegen ein leichtes Plus zu beobachten.

Mais- und Sojasaatgut in Nordamerika erfolgreich

Das deutlich kleinere Saatgutgeschäft brachte Syngenta 2017 ein Umsatzwachstum von 6,4 Prozent auf 2,83 Mrd. US-Dollar (2,29 Mrd. Euro). Vor allem Nordamerika entwickelte sich der Absatz von Mais- und Sojasaatgut dynamisch. Aber auch in Südamerika, Europa, Afrika und dem Mittleren Osten verkauften die Schweizer mehr Saatgut als im Vorjahr.

Die inzwischen abgeschlossene Übernahme des Unternehmens Nidera Seeds soll das Saatgutgeschäft in Brasilien und Argentinien nochmals stärken.

Marge vor Rückstellungen unverändert

Zur Gewinnentwicklung machte Syngenta, die seit vorigem Jahr dem chinesischen Konzern ChemChina gehört, keine detaillierten Angaben. Die Marge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen soll unverändert 21 Prozent betragen haben, allerdings vor Rückstellungen für einen Rechtsstreit um die gentechnisch veränderte Maissorte MIR-162.

Der Streit endete im September 2017 vorläufig mit einem Vergleich, der aber noch gerichtlich überprüft wird.

 

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