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Umbau der Tierhaltung

Tierhaltungskennzeichnung: Lidl und Kaufland unterstützen Özdemir

Lidl und Kaufland zählen zwar zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Tierwohl (ITW). Für die geplante staatliche Tierhaltungskennzeichnung sprechen sich die Unternehmen aber trotzdem aus.
am Dienstag, 24.01.2023 - 11:19 (Jetzt kommentieren)

Die Schwarz-Gruppe begrüßt das vom Bundeslandwirtschaftsminister geplante Gesetz zur Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung.

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin hat sich die Schwarz-Gruppe für Cem Özdemirs Vorhaben zur staatlichen Tierhaltungskennzeichnung ausgesprochen. Wie die Handelsgruppe in einer Pressemitteilung erklärt, setzten Lidl und Kaufland sich seit vielen Jahren für eine transparente Haltungskennzeichnung ein. So zählten beide Unternehmen zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Tierwohl (ITW).

Die ITW selbst befürchtete während der IGW, dass die Einführung der staatlichen Tierwohlkennzeichnung zum Tierwohl-Killer werden könnte.

Schwarz-Gruppe: Flächendeckende Kennzeichnung schafft Fortschritte beim Tierwohl

Aus Sicht der Schwarz-Gruppe stellt die staatlich verbindliche Tierhaltungskennzeichnung einen wesentlichen Baustein dar, um die Haltungsform bei tierischen Lebensmitteln sichtbar zu machen. Nur, wenn sie flächendeckend eingeführt wird, könne in der Bevölkerung ein Bewusstseinswandel hin zu verantwortungsvollerem Konsum erreicht werden. Das führe zu einer Verbesserung des Tierwohls in der Breite.

Neben einer verständlichen Abbildung der Haltungsbedingungen auf den Produkten solle außerdem deren Herkunft ausgewiesen werden. Das sei für einen großen Teil des Lebensmitteleinzelhandels bereits Standard. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für die Stärkung der heimischen Landwirtschaft sei wichtig und mache deren Leistungen auch in der Außer-Haus-Verpflegung erkennbar.

Tierhaltungskennzeichnung für alle Tierarten und ganze Wertschöpfungskette

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir solle die Tierhaltungskennzeichnung deshalb schnellstmöglich überall dort einführen, wo tierische Produkte angeboten werden, also zum Beispiel auch in Restaurants, Schnellimbissen, Kitas, Mensen, Schulen oder Krankenhäusern. Dabei sollen verarbeitete Produkte einbezogen werden.

Darüber hinaus will die Schwarz-Gruppe eine Kennzeichnung für die gesamte Aufzuchtphase sowie neben Schweinefleisch- auch für Geflügelfleisch- und Rindfleischprodukte.

Lidl und Kaufland fordern zudem eine Anpassung des Baurechts, damit Landwirte Stallumbauten realisieren können.

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