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Schlachtunternehmen

Vertrag unterzeichnet: Tönnies baut Schlachthof in China

Chinesische Verbraucher an der Fleischtheke
am Freitag, 06.11.2020 - 10:15 (3 Kommentare)

Die Tönnies Unternehmensgruppe baut einen Schlachthof in China für bis zu sechs Millionen Schweine jährlich. Das Unternehmen ist überzeugt vom Wachstum in Asien.

Gemeinsam mit der Dekon Group, einer Tochter der West Hope Group, wird das Schlachtunternehmen Tönnies in der Region Sichuan ein Schlacht- und Zerlegezentrum für zunächst zwei Millionen Schweine errichten. Dies kann im zweiten Schritt auf bis zu sechs Millionen Schweineschlachtungen pro Jahr ausgeweitet werden. Der entsprechende Vertrag wurde diese Woche von den Partnern unterzeichnet.

Das Joint Venture startete im September vergangenen Jahres mit einer gemeinsamen Absichtserklärung der beiden Unternehmen. Der Bau und die technische Umsetzung sollen in wenigen Monaten beginnen. Damit strebt die Tönnies Unternehmensgruppe ihren ersten Produktionsstandort außerhalb Europas an.

"Dieses Joint Venture ist ein Meilenstein für unsere internationale Entwicklung", sagte Clemens Tönnies, der geschäftsführende Gesellschafter der Tönnies Holding.

Gesamtinvestition von 500 Mio. Euro

Tönnies investiert im ersten Schritt einen zweistelligen Millionenbetrag in das Joint Venture. Das Geld fließt vor allem in die Konstruktion und technische Entwicklung.

Das Joint Venture hat ein ausgeglichenes Mehrheitsverhältnis von jeweils 50 Prozent. Insgesamt umfasst das Investitionsvolumen rund 500 Mio. Euro, ein Großteil davon fließt in die landwirtschaftliche Erzeugung. Die Dekon Group mästet in China derzeit rund zwei Millionen Schweine jährlich.

Schweinepest sorgt für größere Betriebe

„Die Nachfrage nach Schweinefleisch in China und vielen weiteren asiatischen Ländern ist groß und wird in den kommenden Jahrzehnten weiter wachsen“, sagt Clemens Tönnies.

Der chinesische Lebensmittelmarkt ist aktuell im Umbruch. Durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurden in Teilen des Landes die Bestände gekeult. Kleinstbetriebe und Hinterhofhaltungen werden nun ersetzt durch landwirtschaftliche Betriebe, die bei ihrer Biosicherheit einem westeuropäischen Standard entsprechen.

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