Login
Wettbewerbsrecht

US-Behörde hat Bedenken gegen Bayer-Monsanto-Deal

Bayer und Monsanto Logos
Thumbnail
Norbert Lehmann, agrarheute
am
16.03.2018

Bayer stößt mit seiner geplanten Übernahme von Monsanto nach einem Medienbericht offenbar auf Probleme in den USA.

Die Wettbewerbsabteilung des US-Justizministeriums sei nicht von Bayers Vorschlägen überzeugt, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die von den Deutschen angebotenen Verkäufe von Unternehmensteilen gingen den Beamten nicht weit genug, hieß es. Bayer müsste sich von mehr Geschäften trennen, als bisher vorgeschlagen. Sowohl Vertreter von Bayer und Monsanto als auch des Justizministeriums wollten sich auf Anfrage von Bloomberg nicht äußern.

Grünes Licht aus China

Vor kurzem hatte Bayer für die geplante Übernahme des US-Saatgutproduzenten Monsanto eine weitere Hürde genommen und in China unter Bedingungen grünes Licht bekommen.

Bereits Anfang März hatte Bayer einen möglichen Verkauf der Gemüsesaatgut-Aktivitäten an den Konkurrenten BASF angekündigt. Mit diesem Schritt hofft Bayer auch die EU-Kommission zu überzeugen, die ebenfalls Bedenken wegen des Monsanto-Kaufs hat.

Die EU hat eine Prüffrist bis Anfang April festgesetzt. Auch das US-Justizministerium könnte laut eines früheren Medienberichts bis Anfang April eine Entscheidung treffen.

Mit Material von dpa
Auch interessant