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Glyphosat-Prozesse

US-Richterin senkt Strafe für Bayer in Glyphosat-Prozess deutlich

Glyphosat buchstabiert auf Boden
am
26.07.2019
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Eine US-Richterin hat in einem der für Bayer wichtigen Glyphosat-Prozesse die Strafzahlung deutlich verringert.

Die zuständige Richterin Winifred Smith senkte den von einer Jury verhängten Schadenersatz für die an Krebs erkrankten Kläger in der Nacht auf Freitag von insgesamt rund 2 Milliarden auf 86,7 Millionen Dollar. Das sind umgerechnet rund 77,8 Millionen Euro.

Das Ehepaar Alva und Alberta Pilliod hatte den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup des von Bayer übernommenen US-Herstellers Monsanto für seine Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs verantwortlich gemacht. Die Geschworenenjury entschied im Mai, dass Bayer haftbar
sei und verurteilte den Konzern zu hohem Schadenersatz.

Bayer hält an Berufungsverfahren fest

Richterin Smith hatte eine Reduzierung vorab angekündigt, da das Strafmaß den zulässigen verfassungsrechtlichen Rahmen überschreite. Bayer bezeichnete die Entscheidung als Schritt in die richtige Richtung, kündigte aber Berufung an. Das Unternehmen vertritt weiterhin die Ansicht, dass das Urteil und der Schadenersatz nicht von den Beweisen gestützt werden.  

Die Richterin hatte einen Antrag von Bayer abgelehnt, die Strafe ganz zu streichen.

Bayer ist in den USA mit mehr als 13 400 Klagen wegen angeblicher Krebsgefahren von Monsanto-Produkten konfrontiert.

Mit Material von dpa
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