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Fleischwirtschaft

Westfleisch schlachtet weniger Schweine

Steakproduktion bei Westfleisch
am Dienstag, 10.03.2020 - 12:45 (Jetzt kommentieren)

Westfleisch hat voriges Jahr weniger Schweine geschlachtet, den Umsatz aber dennoch deutlich gesteigert.

Westfleisch-Vorstand Schruck

Zum Auftakt ihrer traditionellen Regionalversammlungen legte die Genossenschaft aus Münster vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 vor. In einem um 3 Prozent schrumpfenden Markt für Schlachtschweine verbuchte Westfleisch ein Minus von 1,1 Prozent auf 7,7 Millionen geschlachtete Schweine.

Damit konnte das Unternehmen „trotz turbulenter Marktbewegungen seine Marktanteile halten“, bilanzierte Finanzvorstand Carsten Schruck. Die Rinderschlachtungen verzeichneten ein leichtes Plus von 2 Prozent auf 433.250 Stück.

Unbefriedigender Ertrag in der Wurstherstellung

Schruck zufolge konnte das letzte Quartal 2019 mit ungewöhnlichen Nachfrageschüben aus Asien eine deutliche Delle aus dem ersten Halbjahr beim Schweinefleisch ausgleichen.

Probleme bereiteten der Genossenschaft das Verarbeitungsgeschäft. „Die Rohstoffpreise sorgen gerade im Bereich der Wurstproduktion für eine absolut unbefriedigende Ertragssituation“, erklärte der zuständige Vorstand Johannes Steinhoff.

Jahresüberschuss fällt niedriger aus

Insgesamt blickt der Vorstand der Genossenschaft noch zufrieden auf das Geschäftsjahr 2019 zurück. Der Umsatz konnte deutlich um 9,3 Prozent auf 2,79 Mrd. Euro gesteigert werden.

Das Eigenkapital wurde um 15,7 Mio. Euro auf 231 Mio. Euro oder eine Quote von 35 Prozent gestärkt. Darin sieht das Unternehmen eine solide Basis für weitere Investitionen im Rahmen des Standortstrukturprojektes „Westfleisch 2025“. Mit dem Programm will die Genossenschaft gezielt in die Modernisierung einzelner Standorte investieren.

Der Jahresüberschuss des Unternehmens sank gegenüber dem Vorjahr von 11,7 Mio. auf 10,7 Mio. Euro. Gleichwohl soll den Gremien eine Dividende von 4,2 Prozent auf die Geschäftsguthaben vorgeschlagen werden. Zudem zahlt die Genossenschaft Sonderboni über alle Tierarten in Höhe von 2,4 Mio. Euro an die Vertragslandwirte aus.

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