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Fleischindustrie

Westfleisch will in Coesfeld mehr Schweine schlachten – Plan liegt vor

Schweinehälfte am Haken
am Donnerstag, 24.11.2022 - 13:25 (Jetzt kommentieren)

Der Westfleisch-Konzern will die Schlachtkapazität in Coesfeld erhöhen. Die Öffentlichkeitsbeteiligung läuft.

Westfleisch will seinen bestehenden Schlachthof in Coesfeld im Münsterland modernisieren. Gleichzeitig soll die Schlachtkapazität auf bis zu 70.000 Schweine pro Woche gesteigert werden. Auch die Logistik vor Ort will das Unternehmen in einem Zug neu organisieren. Jetzt hat die Stadt Coesfeld die Vorentwürfe für den Bebauungsplan vorgelegt.

Westfleisch hatte im August vergangenen Jahres angekündigt, seine Schlachtkapazitäten neu zu ordnen. Dazu gehört die Stilllegung des Schlachtbetriebes in Gelsenkirchen mit bisher rund 25.000 Schlachtungen pro Woche. Künftig werden alle Schweine in Hamm, Oer-Erkenschwick und Coesfeld geschlachtet. Die Gesamtkapazität im Unternehmen soll nicht zunehmen.

Bürger können Stellung nehmen zur Erweiterung in Coesfeld

Noch bis zum 6. Januar 2023 können die Baupläne auf den Internetseiten der Stadtverwaltung eingesehen werden. Bis zu diesem Termin können Bürger bei der Stadtverwaltung im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung auch ihre Stellungnahmen einreichen.

Bestandteil der ausgelegten Unterlagen sind umfangreiche Gutachten zu den Auswirkungen auf Verkehr, Emissionen, Lärm und Geruch sowie weitere Umweltbelange. Geplant ist auch eine Informationsveranstaltung am Dienstag (29.11.) um 18 Uhr im Pädagogischen Zentrum (PZ) an der Holtwicker Straße in Coesfeld.

Schlachtung von Schweinen in Deutschland stark rückläufig

Grafik zu Marktanteilen der Schlachtunternehmen in Deutschland

Westfleisch reagiert mit der Restrukturierung auf die rückläufigen Schlachtzahlen in Deutschland und den Kostendruck in der Fleischindustrie. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der gewerblichen Schweineschlachtungen in Deutschland um 1,5 Millionen oder 2,8 Prozent auf 51,82 Millionen Stück.

Im laufenden Jahr liegen die Schlachtungen bis Mitte November sogar um rund 8 Prozent unter der Vorjahreslinie. Westfleisch hat als zweitgrößter Schweineschlachter in Deutschland nach Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) einen Marktanteil von 14 Prozent.

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