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Zweites Werk von K+S steht wegen Trockenheit still

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Anke Fritz, agrarheute
am
11.09.2018

Wegen der anhaltenden Trockenheit fährt der Dünger- und Salzkonzern K+S seine Produktion auch an seinem zweiten Standort in Hessen herunter. Der Pegelstand der Werra ist niedrig.

Ende August musste K+S den Standort Wintershall herunterfahren und die Produktion stoppen. Da die Werra nur noch wenig Wasser führe, müsse man nun auch am Standort Hattorf des Verbundwerks Werra die Produktion vorübergehend unterbrechen, teilte K+S am Dienstag mit. Hattorf ist einer von drei Standorten in der Region. In Unterbreizbach in Thüringen kann aber weiter produziert werden.  

1150 Mitarbeiter sind bei K+S betroffen

Von den beiden Stilllegungen sind insgesamt 1.150 Mitarbeiter betroffen, die zunächst Urlaub nehmen und Überstunden abbauen müssen, sagte ein Sprecher. Geprüft würden auch Kurzarbeit sowie die Option, einige Mitarbeiter im etwa 50 Kilometer entfernten Schwesterwerk Neuhof-Ellers unterzubringen.

Wie lange die Werke stillstehen, sei derzeit nicht abzuschätzen. Ein Tag Produktionsstillstand in beiden Werken schmälert den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nach K+S-Berechnungen um bis zu 3 Millionen Euro.

 

Der Fluss Werra ist Hauptentsorgungsweg

Im Kaliwerk Werra werden neben Düngemitteln auch Vorprodukte für viele technische und industrielle Anwendungen sowie für die Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie hergestellt. Die Werra ist für das Verbundwerk der Hauptentsorgungsweg für Salzwasser. Die Produktionsmenge im Werra-Gebiet ist maßgeblich von der Möglichkeit abhängig, Salzabfälle wegzuleiten.

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