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Aufklärung

Ausbildungsverträge: Neue Regelung gilt nur für Niedersachsen

Drei junge Studierende der Universität Göttingen sitzen am Tisch © Mühlhausen/landpixel
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Anke Fritz , agrarheute
am
14.01.2016

In Niedersachsen dürfen Auszubildende künftig nicht mehr einjährige Verträge abschließen. Auszubildende im 1. Lehrjahr und diejenigen, die im Sommer 2016 eine Ausbildung beginnen, sind vor allem betroffen.

Am Dienstag sorgte die Meldung auf agrarheute: „Einjährige Ausbildungsverträge nicht mehr zugelassen" für Verwirrung bei unseren Lesern. Viele stellten sich die Frage, ob diese Regelung nur für Niedersachsen oder ganz Deutschland gilt. Tatsächlich war es nicht so ganz einfach, die Antwort herauszufinden. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen erklärte heute morgen gegenüber agrarheute, dass nur Auzubildende in Niedersachsen von der Regelung betroffen sind.

Vor alllem für den Beruf Landwirt und Pferdewirt von Bedeutung

Ab sofort muss der Ausbildungsvertrag mit einem einzigen für die Ausbildung anerkannten Betrieb (Ausbildender) abgeschlossen werden und zwar über die gesamte Dauer der Ausbildung (3 Jahre bzw. bei Anrechnung oder Verkürzung 2 Jahre). Das gilt grundsätzlich für alle Grünen Berufe, ist aber laut Aussage der LWK Niedersachsen vor allem für die Berufe Landwirt und Pferdewirt von Bedeutung. Grund dafür ist, dass in diesen beiden Berufen häufig einjährige Verträge abgeschlossen wurden.

Ab Sommer 2016: Ausbildungsverträge über gesamte Ausbildungszeit

Die neue Regelung ist vor allem für die Auszubildenden wichtig, die im Sommer 2016 mit der Ausbildung beginnen, oder sich jetzt im 1. Ausbildungjahr befinden und keinen Vertrag über die gesamte Ausbildungszeit abgeschlossen haben. Der Vertrag mit einem neuen Ausbildungsbetrieb (Anschlussbetrieb) muss jetzt bis zum vorgesehenen Ende der erforderlichen Gesamtausbildungszeit abgeschlossen werden.

Die Frage, ob sich diese Regelung auf ganz Deutschland ausweiten könnte, hat uns das Ministerium für Bildung und Forschung leider noch nicht beantwortet. Sowie es neue Erkenntnisse zu diesem Thema gibt, erfahren Sie es auf agrarheute.

 

Aufgespürt: Youngtimer John Deere 4755

Während die Powershift-Boliden aus den neuen Bundesländern fast gänzlich verschwunden sind, ist in Oberfranken der 4755 noch im Einsatz. Man sieht ihm an, dass er noch voll gefordert wird und bereits gute 17.000 Betriebsstunden abgeleistet hat. © Matthias Mumme/traction
Der 7,6-l-Sechszylinder von John Deere begeistert durch sein Drehmoment, aber auch durch den Klang. Die Motorhaube ist mehrteilig aufgebaut. © Matthias Mumme/traction
Ungewöhnlich: Auf dem Typenschild steht als Typenbezeichnung 4955, im Brief jedoch 4755. Der 4755 war mit 190 PS das zweitstärkste Modell. © Matthias Mumme/traction
50 Grad Lenkeinschlag und 13 Grad Nachlaufwinkel machten die 55er vergleichsweise wendig. © Matthias Mumme/traction
Typisch ist die tief liegende massive Kardanwelle. © Matthias Mumme/traction
Über 8 t Hubkraft und 126 l/min waren für die damalige Zeit viel – drei Steuergeräte passten auch in die Zeit. © Matthias Mumme/traction
Mit dem Facelift 1992 gab es links eine elektrische externe Bedienung für den Kraftheber. © Matthias Mumme/traction
Die SG2-Kabine bietet stolze 3,8 m2 Scheibenfläche. © Matthias Mumme/traction
Die SG2 war wesentlich enger als ihr Nachfolgemodell, die innovative TechCenter-Kabine. © Matthias Mumme/traction
Die Seitenkonsole mit Schaltung, Handgas und Steuergeräten. Der John Deere 4755 gehörte zur letzten Generation Großtraktoren, die nahezu ohne Elektronik auskam. © Matthias Mumme/traction
Das Kombiinstrument aus der Serie 50 wurde mit Einführung der 55er komplett digitalisiert. Die Ablösung der 55er stand bereits in den Startlöchern und wurde Ende 1994 vorgestellt: die Serie 8000. Mit ihr führte John Deere eine völlig neue, noch nie gesehene Traktorentechnologie ein. Die klassische Blockbauweise wurde zugunsten einer Wespentaille aufgegeben. © Matthias Mumme/traction
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