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Statistisches Bundesamt

2015: Soviel Fleisch erzeugt wie nie zuvor

Eva Ziegler/agrarheute
am
05.02.2016

Nie zuvor wurde in deutschen Schlachterein mehr Fleisch produziert als im Jahr 2015. Lesen Sie hier, woran der Zuwachs liegt.

Die Fleischerzeugung in Deutschland ist 2015 auf einen neuen Rekordwert geklettert. Gegenüber zum Vorjahr ist die Fleischerzeugung nach Angaben des Statistischen Bundesamts noch einmal um 0,3 Prozent geklettert. 2015 lag man damit bei 8,22 Millionen Tonnen Fleisch. Der bisherige Rekord lag im Jahr 2011 mit 8,20 Millionen Tonnen.

59,3 Millionen Schweine geschlachtet

2015 sind in Deutschland 59,3 Millionen Schweine geschlachtet worden. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 477.900 Tiere mehr. Der Zuwachs liegt allerdings nicht an einem Plus importierter Schweine. Im Gegenteil: Die Zahl importierter, aber hierzulande geschlachteter Schweine ist 2015 um 105.000 auf 4,3 Millionen Tiere gesunken (Minus 2,4 Prozent).

Dafür wurden 582.900 mehr inländische Schweine geschlachtet (Plus 1,1 Prozent). Insgesamt lieferten deutsche Mäster im vergangenen Jahr 55,0 Millionen Schweine an die Schlachtereien.

Die Schweinefleischerzeugung insgesamt stieg zwar gegenüber dem Jahr 2014 um 0,8 % (+ 43.800 Tonnen) auf 5,56 Millionen Tonnen, verfehlte jedoch knapp den Höchststand des Jahres 2011. 

3,5 Millionen Rinder geschlachtet

Die Anzahl von Schlachtrindern, die in gewerblichen Unternehmen geschlachtet wurden, verringerte sich gegenüber dem Jahr 2014 um 1,5 % (- 55.100) auf insgesamt 3,5 Millionen. Aufgrund eines höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts der Rinder (+ 2,15 Kilo) sank die erzeugte Schlachtmenge nur um 0,9 % (Minus 9.900 Tonnen) auf 1,1 Millionen Tonnen. 

1,52 Millionen Tonnen Geflügelfleisch produziert

Entgegen der seit 2006 dynamischen Entwicklung der Geflügelfleischproduktion gab es im Jahr 2015 erstmals einen leichten Produktionsrückgang. An Geflügelfleisch wurden 1,52 Millionen Tonnen produziert, 0,6 % (Minus 8.900 Tonnen) weniger als im Vorjahr. Alle Geflügelarten waren von den Einbußen betroffen.

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